Permalink

0

Tooltipp: Revue – kuratieren und Newsletter erstellen

revueEines der immer noch effektivsten Instrumente für Marketing und Leser-Kontakt ist die gute alte Tante E-Mail. Nun ist es heutzutage keine Kunst mehr, auch ausgefeilte Newsletter zu erstellen und zu versenden, inklusive automatischer Anmeldung, Abmeldung und Nutzer-Tracking. Eines der auch hierzulande am häufigsten eingesetzten Programme vor allem auch für kleinere Budgets ist der (amerikanische) Platzhirsch MailChimp.
Technik ist das eine, das inhaltliche Erstellen eines Malings oder Newsletters das andere. “Revue” bietet hier eine spannende und (in der Basisversion) kostenlose Möglichkeit, Inhalt aus eigenen Kanälen wie Facebook oder Twitter zu kuratieren und in ein Mailing einzubauen – immerhin gibt es auch Nutzer, die nicht dauernd in diesen Kanälen unterwegs sein, die ein “Best of” schätzen und die man eben per E-Mail besser erreicht. Das Ganze kombiniert mit der Möglichkeit, in Revue eigene, dort erstellte Inhalte ergänzend einzubauen – und zwar mit ähnlicher Leichtigkeit wie das Bloggen auf Medium geschieht.
In der kostenlosen Version ist Revue funktional recht umfangreich, aber beschränkt auf 200 Empfänger. In weiteren, kostenpflichtigen Upgrades, die aber preislich überschaubar sind, lässt sich die Empfängerzahl bis zu 10.000 erhöhen und einiges wie Farbgebung editieren – oder das Revue-Logo in den Mailings entfernen.
Die Handhabung ist dabei extremst simpel und selbsterklärend – da haben moderne Entwickler wirklich sehr viel dazugelernt. Revue ist vor allem dann interessant, wenn man Mailings/Newsletter einmal in einer Zielgruppe testen möchte. Beispiel könnte ein Verlag sein, der für eine bestimmte Klientel ein Social-Media-Angebot aufbaut oder eine etwas längerfristige Marketing-Aktion plant. Einfach in Revue die Best-Of-Tweets oder -Facebook-Posts per Klick integrieren, in Reihenfolge bringen, ein paar eigene Bilder und Texte hochladen oder direkt in Revue schreiben – fertig.

Der Service findet sich hier: www.getrevue.co

Dort lassen sich auch viele Beispiele finden, ansonsten einfach einmal austesten. Der Kreativität ist eigentlich keine Grenze gesetzt.

revue1

revue2

revue3

 

Permalink

0

Die Digitale Wochenschau KW 49 #dpr

Digitale WochenschauAn dieser Stelle und unter dem Label “Digitale Wochenschau” erscheinen zukünftig Kuriositäten, Trends und Entwicklungen aus dem digitalen Alltag eines Verlagsmenschen.
Die “Digitale Wochenschau” ist Bestandteil des “digital publishing report”, der alle 14 Tage kostenlos erscheint und unter www.digital-publishing-report.de ebenso kostenlos bezogen werden kann.

Lesen an der Wand mit Dirror
dirrorTechnologische Innivation kennt man ja so: in USA erdacht, in China zusammengelötet. Insofern ist der digitale Spiegel “Dirror” schon allein deswgen eine Besonderheit: er ist ein deutsches Produkt. “Das Produkt wird in Deutschland gefertigt…DIRROR ist der weltweit erste marktfähige digitale Spiegel. Mit Hilfe eines riesigen FULL HD Multi-Touch-Displays, einer speziellen Spiegelbeschichtung sowie der neuesten Sprachsteuerung, lässt sich DIRROR auf einzigartige Art und Weise bedienen und ermöglicht so das Internet und alle digitalen Anwendungen in einer völlig neuen Art und Weise zu erleben.” Netflix, Nachrichten, Facebook – nun kann man sich streiten, wer so etwas im Stehen konsumiert, andererseits gab es schon vor Jahren spannende Konzept-Studien über einen Badezimmerspiegel, Zähneputzen und kurz mal News checken gibt ja schon eher Sinn. Vor allem aber ist Dirror der lebende Beweis dafür, dass die Zahl der digitalen “Touchpoints”, an denen der Nutzer zum Beispiel mit Inhalten in Berührung kommt, permanent zunehmen und immer diverser werden. Mehr unter www.dirror.com

Weiterlesen →

Permalink

0

Die Digitale Wochenschau KW 47 #dpr

Digitale WochenschauAn dieser Stelle und unter dem Label “Digitale Wochenschau” erscheinen zukünftig Kuriositäten, Trends und Entwicklungen aus dem digitalen Alltag eines Verlagsmenschen.
Die “Digitale Wochenschau” ist Bestandteil des “digital publishing report”, der alle 14 Tage kostenlos erscheint und unter www.digital-publishing-report.de ebenso kostenlos bezogen werden kann.

Books in Browser-Wars: IDPF und W3C
Zum Thema Zusammengehen der beiden Standardisierungsorganisationen (IDPF für ePub, W3C für Web) gab es ja in der letzten Ausgabe des digital publishing report Hintergrundinformationen – auch zu der Tatsache, dass relativ spät einige Verteidiger der Eigenständigkeiten des IDPF auf die Barrikaden gingen, allen voran Steve Potash von Overdrive mit einer Petition. Man darf sich dabei aber nichts vormachen – den Wenigsten geht es dabei um die Hoheit der Verlage über ihr ureigenes Format. Hier geht es darum, wer vom verlustfreien E-Book-Lesen im Web Vor- oder Nachteile hat. Und offen gesagt ist die Empörung vieler jetzt angeblich Betroffener nicht ganz nachvollziehbar, das Open Web-Projekt wird auch hierzulande schon lange diskutiert und der Merger ist auch nicht vor zwei Wochen vom Himmel gefallen. Da hätte man durchaus früher einmal hinhören können. Letzten Endes ergeben sich für digitale Leser völlig neue Möglichkeiten, wenn zum Lesen eines validen E-Books nur noch ein Browser benötigt wird – Standardausstattung jedes Rechners, Tablets und Smartphones.

E-Books am Fernseher
Der Fernseher als Lesegerät für E-Books? Warum nicht, schließlich sind moderne Fernseher auch nichts anderes als mitunter sogar recht leistungsfähige Computer. Und darstellungsfähig, was Apple mit “iBooks StoryTime” unter Beweis stellt. Zielgruppe sind im Moment Kinder, da der Leistungsumfang der E-Books noch recht eingeschränkt ist, wie Nate Hoffelder, Herausgeber von “The Digital Reader”, meint: “It only works with a limited selection of the ebooks (only titles with the Read Aloud feature). These books have are intended for beginning readers and have pre-recorded narration along with automatic page turning. Some titles also have sound effects, and words are highlighted on-screen as they’re read aloud.”
Funktionieren tut das Ganze natürlich erst einmal auf AppleTVs, wie sich das für eine hegemoniale Ökonomie gehört. Aber wer weiß? Inhalte wie die Text-Adventures von Carlsen oder oolipo (siehe dazu die letzte Ausgabe des digital publishing report) würden auf einem SmartTV sicher genauso reibungslos funktionieren wie diese ersten Kinderbücher.

Die EU spricht zum Thema “Ausleihen von E-Books”
Vor wenigen Tagen hat sich der Europäische Gerichtshof mit diesem Thema beschäftigt und kam zu folgendem Schluss: “In today’s judgment, the Court of Justice first notes that there is no decisive ground allowing for the exclusion, in all cases, of the lending of digital copies and intangible objects from the scope of the directive. That conclusion is, moreover, borne out by the objective pursued by the directive, namely that copyright must adapt to new economic developments. In addition, to exclude digital lending entirely from the scope of the directive would run counter to the general principle that a high level of protection is required for authors.
Dass dies Verlagen sicher nicht in allen Fällen gefallen würde war offensichtlich wenn man an das Thema “Digitale Ausleihe” der letzten Jahre denkt. Prompt haben auch die UK Publishers Association und die Federation of European Publishers Widerspruch eingelegt. Sehr nett zu lesen, da emotional und mitunter polemisch, ist Nate Hoffelders Einschätzung im Artikel “Publishers Whine About EU eBook Lending Ruling” (http://ow.ly/RXBS3067yh1).

Facebook Live im Einsatz bei Verlagen
meyer_fb_liveDie Live-Übertragung von Events auf Facebook, mit einfachsten Mitteln – warum kein Marketinginstrument für Verlage. Etwa hier die Lesung von Nathan Hills “Geister” in der Münchner Buchhandlung Lehmkuhl durch den Piper Verlag – immerhin wurde der Beitrag 20mal geteilt und bekam 3.226 Aufrufe – ein solches Publikum muss man mit einer normalen Buchhandlungs-Lesung erst einmal erreichen!
Auch Autoren greifen immer mehr zu diesem Mittel, etwa Stephenie Meyer (genau, die Auslöserin der Vampirromantikwelle), die am 18. November ihr neues Buch “The Chemist” auf Facebook vorstellen wird.
Michael Kamleitner, Geschäftsführer von swat.io, hat hierzu in dieser Ausgabe des digital publishing report einen einführenden Artikel zu Facebook Live geschrieben.

Roboter, Daten und Verleger
verleger_automatisierungIn der dritten Ausgabe des digital publishing report gibt es ja einen kleinen Schwerpunkt zu diesem Thema. Generell beschäftigen (völlig zu Recht) die Implikationen von Datenerhebungen, Automatisierungen und Künstlicher Intelligenz unsere Gesellschaft, auch die öffentlich-rechtlichen Medien, die eine ganze Themenwoche dazu veranstalteten. Für verschiedene Berufsgruppen hatte die ARD einen “Futuromat” gebaut, der sagen konnte, wieviel Prozent der spezifischen Tätigkeit bereits heute von Maschinen übernommen werden konnte. Ob man als Verleger 23% nun aber als gut oder schlecht interpretiert…

 

Chatbots leben ewig
Das Thema Künstliche Intelligenz und Messaging Systeme, sogenannte Chatbots, hängen naturgemäß eng zusammen (siehe dpr #1). Und das Thema “Unsterblichkeit” ebenso. Klingt zunächst faustisch, aber laut Guardian haben Wissenschaftler der Universität von Leeds begonnen, Figuren der nicht mehr fortgeführten Sitcom “Friends” zu digitalisieren und kommunikationsfähig zu machen. Und diese leben dann, solange es Elektrizität auf diesem Planeten gibt.

Wenn Manager auf Bäume klettern … Mythen der Personalentwicklung und Weiterbildung
So der Titel eines Buchs von Uwe Peter Kanning, Diplom-Psychologe und Professor an der Hochschule Osnabrück. Der Pabst-Verlag, in dem dieses schon 2013 erschienen ist, beschreibt den Inhalt folgendermaßen: “Jährlich werden in Deutschland etwa 50 Milliarden Euro in Personalentwicklung und Weiterbildung investiert. Allerdings erreichen kritischen Schätzungen zufolge nur etwa zehn Prozent der Maßnahmen die angestrebten Ziele. Mitarbeiter erhalten Weiterbildungen, die methodisch mangelhaft oder überflüssig sind. Die Umsetzbarkeit in den Arbeitsalltag bleibt meist auf der Strecke.
Die hohe Nachfrage hat der Personalentwicklungsbranche einen Boom beschert, der auch sehr fragwürdigen Methoden den Markt eröffnet. Hier bietet man so ziemlich alles feil, was sich denken lässt – und manches jenseits der Vorstellungskraft aufgeklärter Zeitgenossen. Diverse abenteuerliche Methoden fordern den Glauben an fragwürdige Ideologien und Unterwerfung unter ein Regime der Unvernunft.
Selbsternannte Experten schicken Mitarbeiter in die Wildnis, damit sie dort lernen, wie man Konflikte im Büro löst. Andere glauben, man könne durch ein Wochenende mit einem Pferd zu einer besseren Führungskraft werden. Wieder andere reden ihrem Kunden ein, die Persönlichkeit des Geschäftspartners ließe sich an dessen Augenbewegungen ablesen. Outdoor-Trainings und Methoden wie das Neurolinguistische Programmieren gehören heute in vielen Unternehmen zu den selbstverständlichen Instrumenten der Personalentwicklung, obwohl ihr Nutzen nie überzeugend belegt wurde.
Ziel des vorliegenden Buches ist es, einige dieser Ansätze aus wissenschaftlicher Sicht zu hinterfragen. Uwe P. Kanning belegt, dass die meisten außer viel heißer Luft und einem offensiven Marketing kaum etwas zu bieten haben. Viele der als Wahrheit gepredigten Thesen sind unhaltbar. Im günstigsten Fall erwartet die Teilnehmer nutzloses Entertainment, im ungünstigen Fall Verdummung.” Vielleicht eine Lese-Empfehlung für die Personalabteilung?

Lese-Liste für Innovatoren
Im Rahmen eines Online-Kurses des MIT zum Thema “Innovationsmanagement” (an dem zufälligerweise der Herausgeber des digital publishing report teilnimmt) hat der zuständige Kursleiter, Professor Eugene Fitzgerald, eine Lese-Liste zusammengestellt, die sicher auch für den einen oder die andere Leser/in hier nicht uninteressant sein dürfte. Kleiner Geschenktipp zu Weihnachten und sich selbst eine Freude machen?

  • Thomas Kuhn, “The Structure of Scientific Revolutions”
  • Clayton Christensen, “The Innovator’s Dilemma”
  • Jon Gertner, “The Idea Factory: Bell Labs and the Great Age of American Innovation”
  • Fitzgerald, Wankerl, Schramm, “Inside Real Innovation”
  • Riorden and Hoddeson, “Crystal Fire: The Invention of the Transistor and Birth of the Information Age”
  • Shane, “The Illusions of Entrepreneurship: The Costly Myths that Entrepreneurs, Investors, and Policy Makers Live By”
  • Schumpeter, “Capitalism, Socialism, and Democracy”
  • Drucker, “Post-Capitalist Society”
  • Atkinson and Ezell, “Innovation Economics”
  • Zachary, “Endless Frontier: Vannevar Bush, Engineer of the American Century”
  • Jackson, “Inside Intel”
  • Malone, “Bill and Dave”
  • Kaplan, “Start-up”
  • Shiller, “Irrational Exuberance”
  • Manes and Andrews, “Gates”
  • Taleb, “Fooled By Randomness”
  • Nasar, “Grand Pursuit”
Permalink

9

Buch-Verlage auf Facebook: Ranking Oktober 2016

Facebook Ranking der BuchverlageVor etwa zwei Jahren gab es ein Projekt zusammen mit dem Institut für Kreativwirtschaft der Hochschule der Medien: die Erfassung der Facebook-Aktivitäten der Buchverlage. Das Projekt konnte leider nicht fortgesetzt werden – nun gibt es im Rahmen meines Projekts “digital publishing report #dpr” eine Neuauflage. Deswegen hier unkommentiert und nicht tiefer analysiert das Ranking der Top 50 der Buchverlage auf Facebook, wer mehr wissen möchte, abonniere kostenlos den #dpr – einfach E-Mail an info@digital-publishing-report.de.

Rang Page Anzahl Fans Engagement Reaktionen, Kommentare, Shares
1 Ankerherz Verlag 75579 4,86% 112181
2 Drachenmond Verlag 11737 2,86% 10056
3 Lingen Verlag 868 2,72% 708
4 August Dreesbach Verlag 410 2,36% 296
5 Brandstätter Verlag 2404 1,72% 1225
6 Lappan Verlag 7001 1,67% 3600
7 Hinstorff Verlag 685 1,65% 337
8 Arco Verlag 253 1,5% 112
9 astikos Verlag 736 1,41% 319
10 OCM Verlag 255 1,29% 100
11 VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG 492 1,23% 179
12 Ahead and Amazing Verlag 260 1,22% 98
13 Septime Verlag 1563 1,07% 510
14 Gmeiner-Verlag 2376 1,06% 774
15 edition keiper 1551 1,0% 435
16 Kneipp Verlag Wien 462 0,95% 131
17 Butzon & Bercker 582 0,85% 152
18 Wörterseh Verlag 1192 0,8% 294
19 Knaus Verlag 10064 0,76% 2354
20 Thieme liebt Ergotherapeuten 8701 0,75% 2008
21 Gerth Medien Bücher 2389 0,72% 532
22 °LUFTSCHACHT Verlag 1961 0,69% 418
23 CORA Verlag 25292 0,66% 5113
24 Diogenes Verlag 13744 0,65% 2727
25 mitp 1057 0,63% 202
26 Ronin – Hörverlag 327 0,62% 61
27 Acabus Verlag 1597 0,61% 300
28 Klartext Verlag 8830 0,61% 1656
29 Argument_Ariadne 438 0,59% 80
30 Tulipan Verlag 2088 0,59% 380
31 Gerstenberg Verlag 1881 0,57% 330
32 MANTIKORE-VERLAG 1298 0,57% 228
33 Folio Verlag/Editore 1595 0,57% 279
34 Fischer FJB 37195 0,57% 6510
35 Thieme liebt Medizinstudenten 33137 0,56% 5734
36 Lektora-Verlag 1344 0,56% 232
37 Grafit Verlag 1207 0,55% 206
38 Beltz & Gelberg 7132 0,55% 1206
39 Frankfurter Verlagsanstalt 1994 0,54% 328
40 GABAL Verlag 1097 0,53% 180
41 Aufbau Verlag 11188 0,53% 1834
42 Splitter Verlag – Comics für Erwachsene 4172 0,53% 684
43 Büchergilde 6026 0,51% 948
44 DVA Verlag 4222 0,48% 628
45 Hädecke Verlag 1588 0,48% 235
46 Stephan Moll Verlag 156 0,48% 23
47 Bastei Lübbe 46625 0,45% 6517
48 DÖRLEMANN VERLAG – Verlag für Literatur und Sachbuch 2562 0,45% 354
49 FinanzBuch Verlag 1141 0,44% 156
50 avant-verlag 3092 0,44% 417
Permalink

0

Die 3. Ausgabe des “digital publishing report” ist erschienen!

digital publishing report Ausgabe 3Die 3. Ausgabe meines kleinen Magazin-Projekts “digital publishing report” ist erschienen. Themen sind Schule und Lernen im digitalen Wandel, Mehr Buchverkäufe mit Audience Development und Content Marketing, Datenbasiertes Publizieren und schreibende Algorithmen, Vorhersage von Buch-Bestsellern, Mail-Marketing, Mobile & Wearables, Facebook Live & agiles Projektmanagement , Social Media bei acabus, das Facebook Ranking der Buchverlage Oktober 2016, Die tiefe Sehnsucht nach Kommunikation undeiniges mehr.
Da anscheinend trotz ordentlichem Mailprogramms (Cleverreach) nicht alle Mails ankamen, hier nochmal der direkte Link zu den letzten 3 Ausgaben – das Abonnement kann kostenlos hier bestellt werden:
www.digital-publishing-report.de
Die aktuelle Ausgabe steht hier zum kostenlosen Download bereit:
www.digitalpublishingreport.de/dpr_Heft3_2016.pdf
Die zweite Ausgabe ist kostenlos hier verfügbar:
www.digitalpublishingreport.de/dpr_Heft2_2016.pdf
Die erste Ausgabe gibt es ebenfalls kostenlos:
www.digitalpublishingreport.de/dpr_Heft1_2016.pdf

Permalink

1

Buch-Verlage auf Facebook: Ranking September 2016

Facebook Ranking der BuchverlageVor etwa zwei Jahren gab es ein Projekt zusammen mit dem Institut für Kreativwirtschaft der Hochschule der Medien: die Erfassung der Facebook-Aktivitäten der Buchverlage. Das Projekt konnte leider nicht fortgesetzt werden – nun gibt es im Rahmen meines Projekts “digital publishing report #dpr” eine Neuauflage. Deswegen hier unkommentiert und nicht tiefer analysiert das Ranking der Top 50 der Buchverlage auf Facebook, wer mehr wissen möchte, abonniere kostenlos den #dpr – einfach E-Mail an info@digital-publishing-report.de

 

Rang Page Anzahl Fans Wöchentliches Wachstum Engagement Post-Interaktion Posts pro Tag Gesamtanzahl Reaktionen, Kommentare, Shares
1 Drachenmond Verlag 11227   0,69%   4,64%   2,58% 1,80 15425
2 Ankerherz Verlag 73114   0,49%   3,35%   0,84% 4,00 72801
3 Lappan Verlag 6926   0,62%   2,73%   1,86% 1,47 5583
4 edition keiper 1398   0,98%   2,52%   1,8% 1,40 1043
5 btb Verlag 8400   1,59%   2,51%   3,02% 0,83 6066
6 Wörterseh Verlag 1170   0,79%   1,95%   1,04% 1,87 674
7 VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG 453   0,0%   1,91%   7,17% 0,27 255
8 OCM Verlag 247   0,76%   1,76%   3,3% 0,53 129
9 Betanien Verlag und cbuch.de 630   0,0%   1,62%  16,17% 0,10 298
10 TESSLOFF VERLAG 3255   1,08%   1,36%   2,4% 0,57 1303
11 astikos Verlag 727   1,09%   1,32%   3,04% 0,43 281
12 Ronin – Hörverlag 314   0,0%   1,1%   2,36% 0,47 102
13 Berenkamp Verlag 133   5,38%   1,09%   2,05% 0,53 43
14 Silberburg-Verlag 712   0,36%   1,0%   1,49% 0,67 210
15 Herbert von Halem Verlag 343   0,34%   0,9%   1,17% 0,77 92
16 Mitteldeutscher Verlag 1236   0,13%   0,89%   1,27% 0,70 329
17 Gmeiner-Verlag 2353   0,66%   0,87%   2,19% 0,40 605
18 Verlag an der Ruhr 10570   1,64%   0,87%   1,45% 0,60 2641
19 Bilgerverlag 358   0,0%   0,85%   3,19% 0,27 90
20 Lektora-Verlag 1338   0,82%   0,78%   0,67% 1,17 308
21 Eichborn Verlag 8105   0,58%   0,76%   1,35% 0,57 1823
22 Gerstenberg Verlag 1839   0,38%   0,74%   0,47% 1,57 407
23 Septime Verlag 1532   0,2%   0,73%   1,56% 0,47 333
24 Spektrum der Wissenschaft 92504   0,51%   0,67%   0,11% 5,93 18414
25 Giger Verlag 880   0,0%   0,67%   0,95% 0,70 172
26 FinanzBuch Verlag 1127   0,27%   0,65%   0,3% 2,17 220
27 Lausch Medien 2978   2,24%   0,65%   2,77% 0,23 535
28 Arco Verlag 229   0,0%   0,65%   2,42% 0,27 43
29 August Dreesbach Verlag 402   0,0%   0,64%   1,48% 0,43 76
30 Nachtschatten Verlag 5101   0,34%   0,6%   0,62% 0,97 915
31 Verbrecher Verlag 7378   0,74%   0,57%   0,21% 2,67 1243
32 Schattauer GmbH – Verlag für Medizin und Naturwissenschaften 905   0,34%   0,57%   0,46% 1,23 153
33 Diogenes Verlag 13328   0,75%   0,56%   0,19% 3,00 2202
34 Ebner Verlag 325   1,08%   0,55%   1,66% 0,33 53
35 Cross Cult – Comics & Romane 11126   0,19%   0,55%   0,5% 1,10 1826
36 Büchergilde 5916   0,53%   0,55%   0,71% 0,77 962
37 Gerth Medien Bücher 2361   0,1%   0,54%   0,68% 0,80 384
38 Thieme liebt Medizinstudenten 32553   0,32%   0,52%   0,57% 0,90 5001
39 GABAL Verlag 1083   0,19%   0,51%   0,5% 1,03 166
40 Folio Verlag/Editore 1577   0,15%   0,5%   0,6% 0,83 235
41 humboldt Verlag 571   5,39%   0,5%   0,99% 0,50 83
42 Acabus Verlag 1552   0,14%   0,49%   0,47% 1,03 227
43 Klartext Verlag 8710   0,04%   0,47%   0,58% 0,80 1220
44 mitp 982   1,75%   0,47%   0,93% 0,50 130
45 Thieme liebt Physiotherapeuten 24955   0,13%   0,45%   0,42% 1,07 3380
46 Verlag Urachhaus 1479   0,3%   0,45%   1,23% 0,37 198
47 MIRA Taschenbuch 25499   0,05%   0,45%   0,84% 0,53 3434
48 CORA Verlag 24960   0,25%   0,45%   0,75% 0,60 3347
49 Thieme liebt Ergotherapeuten 8584   0,11%   0,44%   0,41% 1,07 1135
50 Stephan Moll Verlag 156   0,0%   0,44%   3,28% 0,13 20
Permalink

0

Neues Projekt: Der digital publishing report #dpr

digital publishing reportEs ist zugegebenermaßen etwas still hier geworden. Was nicht nur an der Frankfurter Buchmesse lag, sondern auch einem Magazin-Projekt, über das ich schon lange nachgedacht und jetzt kurzentschlossen umgesetzt habe: den digital publishing report.

Vorläufig 14tägig erscheinend, als PDF(!)-Magazin, aus meinem Netzwerk für mein Netzwerk, alles rund ums Publizieren und bis Jahresende definitiv kostenlos. Einfach E-Mail an info@digital-publishing-report.de, fertig!

Zur weiteren Vertiefung hier das Vorwort zur #dpr 1:
“Hier ist sie nun, die erste Ausgabe des digital publishing report. Ein hochfliegender Name, bei dem wir besser den Mantel des Schweigens darüber legen, dass er größtenteils der Tatsache geschuldet ist, dass griffige Domains heutzutage verflixt schwer zu bekommen sind. Und doch auch ist der Name Programm: ein Magazin, in digitaler Form mit (weitgehend) digitalen Themen für die Verlagsbranche. Von E-Book bis Chatbot, von Pokémon bis Facebook.
Und eben doch nicht hip digital, kein Blog, kein Newsjacking, immer schneller als der Leser, mit lauten Überschriften, kein tl;dr. Natürlich tut sich viel da draußen, zuviel fast, um all die vermeintlichen Veränderungen noch sinnvoll aufnehmen und einordnen zu können. Genau hier will der digital publishing report einen Kontrapunkt setzen: kuratieren, kommentieren, einordnen. Was ist wirklich relevant für die Verlagsbranche, welche Entwicklungen werden überschätzt, welche übersehen? Dies ist natürlich ein hoher Anspruch, der sicher nicht mit der ersten Ausgabe erreicht werden kann, die bewusst als minimum viable product konzipiert ist – als erstes, rohes Produkt, das es mit dem Leser zusammen zu verbessern gilt. Oder einen schnellen Tod stirbt wenn sich erweist, dass Produkt und Zielgruppe sich nicht mögen.
Auch formal geht der digital publishing report einen etwas anderen Weg. Die geplante 14tägige Erscheinungsweise soll durchaus zu einer gewissen Entschleunigung beitragen. Und dann noch ein PDF-Magazin? Ist ja so etwas von 80er Jahre. Aber es zwingt zu einer anderen Rezeption, verlockt vielleicht sogar zum Ausdrucken, um es dann in Ruhe bei einer Tasse Kaffee, Tee oder in Gottes Namen auch einem Club-Mate zu lesen. Gut, dass ein weiteres Format, nämlich ePub/E-Book geplant war, lassen wir jetzt einmal im Raum stehen – das fiel nämlich dem Zeitmangel zum Opfer. Vielleicht gibt es dies dann zusätzlich mit der nächsten Ausgabe.
Und Ideen und Themen für nächste Ausgaben gibt es genügend, die man einmal, immer mit Bezug auf die Verlagsbranche, beleuchten könnte. Bewegtbild etwa, E-Commerce, aktuelle Entwicklungen in Social Media, wirklich moderne Produktentwicklung, valide Analysen zum E-Book-Markt, der Ärger mit den Kennziffern, E-Learning, Mobile, Virtual Reality, aber auch die Gehaltsstruktur in Verlagen uswusw.
Allerdings ist ein gutes Produkt auch immer ein Dialog zwischen Produzent und Kunde. Wer hier also Ideen oder Anregungen oder auch Fragen zu Themen hat – einfach eine E-Mail an info@digital-publishing-report.de.

Permalink

0

E-Book Markt USA: bei zweien der Big 5 weiter rückläufig

Neues von der digitalen Marktdaten-Front, diesmal zwei der Big 5: Simon & Schuster sieht im 2. Quartal Rückgänge bei “digital sales” um 6%, insgesamt ist der Umsatz Print wie Digital im Quartalsvergleich von 199 Mio Dollar auf 187 Mio Dollar gefallen . Aber immerhin: “Audiobook and e-Book sales now account for 23% of their total revenue stream.”
Hachette, Lagardère-Tochter, hat Halbjahreszahlen herausgegeben, der Umsatz fiel zum Vergleichszeitraum 2015 um 6.6%. “E-Book sales account for 9.2% of their total revenue stream, which is a slight decrease from 10.7% during the same period in 2015.” Spannend: der Ertrag steig um 180%! Angeblich wegen “disciplined cost management.”. Nun gut…
Konstatieren kann man: die Umsätze fallen insgesamt (leicht), parallel dazu auch die digitalen Umsätze.
http://goodereader.com/…/simon-schuster-digital-sales-have-…
http://goodereader.com/…/hachette-e-book-sales-continue-to-…

Nachtrag: “This week the vast majority of major publishers have released financial figures for the first six months of 2016. Simon & Schuster and Hachette experienced declines in e-book sales and gave generalized figures. Things are so bad at Penguin Random House that they did not even break down digital sales, they merely said there was a “reduced demand for e-books.”
http://goodereader.com/blog/e-book-news/penguin-random-house-refuses-to-divulge-e-book-sales
Permalink

0

Von Hunde-Webinaren, Roboterjournalisten und Strafzettel-Chatbots. Bericht zum 20. #MXSW

20. #MXSWTrotz Freibad- bzw. Biergartentemperaturen hatten sich am 18.7.2016 zum 20. #MXSW Medienmenschentreffen überraschend viele Besucher eingefunden in den schönen Räumlichkeiten des Kosmos Shops in Stuttgart – wie immer eine bunte Mischung aus bekannten Gesichtern und Erst-Besuchern.

Engagiert wurden denn auch die drei Bei-/Vorträge diskutiert, hier auch noch einmal neben dem Dank an die Kollegen von Kosmos explizit an Carsten Vetter (Kosmos) und Saim Ralf Alkan (aexea GmbH ax semantics). Ich selbst konnte mir einen dritten Vortrag zu Chatbots nicht verkneifen.

Alle 3 Vorträge finden sich untenstehend, natürlich ohne Tonspur (obwohl der Verfasser dieser Zeilen kurz über Facebook Live nachdachte, es aber aus Zeitnot unterließ). Die nächsten Themen, live und mit Tonspur wird es dann im Herbst beim 21. #MXSW geben – der genaue Termin wird hier noch veröffentlicht.

Permalink

2

Holtzbrinck und Random House suchen Datenanalysten!

“Kennzahlen, Aufbereitung für strategische Entscheidungen, datengetriebe Produktentwicklung, Kundenzentriert, Customer Journey, Lifetime-Value, Audience…” – klingt spannend, oder?

Okay, das war jetzt gelogen und dient der Maxime “Verdeutlichen durch Übertreibung”. Meines Wissens suchen diese beiden großen Verlagshäuser keine Daten-Analysten (alle anderen Verlage ebenfalls nicht). Tatsächlich sucht die Frankfurter Allgemeine Zeitung gezielt “Data Analysts”. Bevor sich jetzt aber wieder alle beruhigt hinlegen wäre vielleicht ein kleiner Blick auf die Stellenbeschreibung auch für die Buchbranche sinnvoll – in Hinblick auf zukünftige Anforderungen. Und warum es gut wäre, solche Stellenausschreibungen auch einmal im Börsenblatt zu finden.

data analyst

Kennzahlen, Aufbereitung für strategische Entscheidungen, datengetriebe Produktentwicklung, Kundenzentriert, Customer Journey, Lifetime-Value, Audience…es hilft alles nichts, aber diese Begrifflichkeiten stehen für das Verlegen im 21. Jahrhundert, nicht “Haptik” oder “Büttenpapier”.

Die Situation ist doch die – nie gab es mehr unternehmens- und produktrelevante Daten als heute. Aber wo sind die Kollegen in den Verlagen, die KPIs definieren, die Daten sammeln, aggregieren, visualisieren? Wer stellt dann auch (eigentlich der entscheidende Faktor) die richtigen Fragen? Und zwar nicht nur retrospektiv im Rahmen des vertrauten Verlags-Controllings?

Das Missverständnis liegt im vermeintlichen Konflikt zwischen “datengetriebenem Publizieren” (wer lässt sich gerne vor sich her treiben?) und dem programmatisch prägenden Verleger. Zahlen vs. Bauchgefühl. Wirtschaftliches Arbeiten (und dies unterstellt, dass ein Gutteil der 2.200 deutschen Verlage Wirtschaftsbetriebe sind) basiert schon seit den Sumerern datenbasiert (die frühesten Tontafeln halten “Eintragungen aus dem Steuer- und Rechnungswesen” fest). Daran ist nichts Ehrenrühriges.

Discoverability

Wer als Verlag mit seinen Produkten in einem gigantischen, unübersehbaren Warenhaus voller Inhalte unterschiedlichster Art zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Produkt überhaupt noch in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang sichtbar bleiben will – der kommt um ein digital gestütztes Zahlen-Instrumentarium nicht mehr herum. Ob man dies Big Data, Smart Data oder Data Data nennen mag ist irrelevant.

Aber der Big Data-Ozean erfordert kundige Fährleute – eben Daten Analysten. Und um im prosaischen Bilde zu bleiben: was mag einem Schiff auf hoher See vor einem aufziehenden Sturm ohne Navigator wohl bevorstehen?

P.S. Wer übrigens nicht so lange ausharren möchte bis erste solcher Positionen in Verlagen ausgeschrieben sind – der kann es ja tatsächlich einmal bei der FAZ probieren.