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Die Jüngeren verbringen mittlerweile die Hälfte ihrer Online-Zeit mit dem Smartphone

mobileTNS Infratest hat eine Studie veröffentlicht zur Nutzung von Endgeräten in Deutschland – mit einerseits wenig überraschenden Erkenntnissen, andererseits zeigt sich doch ein jetzt fundamentaler Trend: “Internetnutzung mit mobilen Devices ist nach wie vor eine Domäne der Jüngeren. Vor allem die 14- bis 29-Jährigen sind deutlich mehr mit dem Smartphone im Internet unterwegs. 50 Prozent ihrer im Internet verbrachten Zeit entfällt in dieser Altersgruppe auf die Nutzung des Smartphones, weitere acht Prozent auf das Tablet. Aber auch für die 30- bis 49-Jährigen wird das mobile Surfen immer attraktiver. 30 Prozent der Online-Zeit wird auf dem Smartphone verbracht, zwölf Prozent auf dem Tablet. Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei den 50- bis 64-Jährigen. Hier sind PC und Notebook mit 64 Prozent der Online-Zeit die mit weitem Abstand favorisierten Endgeräte für die Internetnutzung.” Weiterlesen →

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Ex-Monopolisten zum Preis von 2 Latte Macchiato

Latte MacchiatoManchmal tauchen Totgeglaubte wieder fröhlich auf, wie hier am Beispiel von Quark Xpress, dem einstigen Marktführer in Sachen Desktop Publishing Software:

“Quark startet €9,99 Bildungsoffensive: Professionelles Layouten und eBook-Erstellung für alle Studenten und Ausbildungseinrichtungen. Preis der QuarkXPress 2015 Education-Version auf unglaubliche €9,99 gesenkt…Im Vergleich zu Adobe InDesign, welches derzeit im Abo der Creative Cloud 2015 monatlich mit €19,34 zu Buche schlägt, ist QuarkXPress 2015 mit einem einmaligen Preis von ungefähr zwei Café Latte eine unschlagbare Alternative.”


Warum das agressive Preismarketing eines Softwareunternehmens überhaupt erwähnenswert ist? Weil mit Quark gerade bei der ersten Generation der DTP-Spezialisten sehr viele Erinnerungen verbunden sind an ein Unternehmen, das sich durch ein zugegebenermaßen sehr solides Tool in einem engen, spezialisierten Markt (die professionelle Druckvorstufe) eine Monopolstellung erarbeitet und auch Mitbewerber durch diese Qualität verdrängt hat (kann sich hier noch jemand an PageMaker erinnern?).

Nachgerade ein fast akademisches Lehrstück dafür, dass kein Monopol, auch nicht in Nischen, jemals für die Ewigkeit geschaffen ist, verfolgte Quark Software Inc. eine Hochpreispolitik kombiniert mit einer gewissen Innovationsträgheit – wozu Kundenanregungen mühsam in Software ummünzen, wenn diese Kunden keine Alternative haben?

Damit wurde aber eine Lücke geschaffen, die das Unternehmen Adobe durch den Kauf der Software K2 von Aldus (so manchen Hersteller-Schlachtross überkommen jetzt sicher sentimentale Erinnerungen) und den Aufbau von InDesign gnadenlos ausnutzte. Der Entwicklungsvorsprung von Quark war anfänglich deutlich zu spüren – aber Adobe betrieb nicht nur insgesamt unerhörtes Marketing (Roadshows, auf die Verlagshersteller eingeladen und erstmal musikalisch bedröhnt wurden – da fiel eine ganze Generation fast vom Hocker), sie gewannen durch aggressives Pricing die Herzen von Controllern und Herstellungs- und Agenturleitern. Was am Ende, als es um neue Software-Lizenzen ging, den Ausschlag gab. Zudem verfolgte Adobe damals (und dies ist bewusst auf die Vergangenheit bezogen!) eine radikal am Kunden orientierte Entwicklungspolitik, die es auch mal verschmerzen ließ, das nicht immer wirklich alles rund lief.

Also eigentlich drei ganz simple Faktoren: Marketing, Preis, Kundenorientierung. Adobe gewann. Quark Software Inc. begann sich erst zu rühren, als es zu spät war, auch viel Entwickler-KnowHow logischerweise das Weite suchte. Quark verlor für viele Jahre. Das Ergebnis war ein neues Monopol.

Nun ist man im nachhinein immer schlauer und Besserwisserei hat noch niemanden vorangebracht, ebensowenig wie Häme (die mir hier mehr als fernliegt). Und den Kollegen von Quark sei der Erfolg mit ihren neuen Produkten auch absolut gegönnt (wenn es gut und fair bepreist ist).

Aber angesichts der gerade durch die Digitalisierung verstärkten Monopolisierung (oder zumindest verstärkten Diskussion darum) ist es manchmal ganz gut, zurückzuschauen und die Marktfaktoren wie oben beschrieben zu beachten. Auch ein Google, auch ein Amazon sind angreifbar. Nicht durch gesetzliche, einseitige Regulierungen oder Lobbyistengeschrei. Aber durch Rahmenbedingungen, die es anderen, agileren Unternehmen ermöglichen, günstige, kundenorientierte Ersatzangebote zu entwickeln.

 

 

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Wenn Google hustet, bekommen Verleger Grippe – zumindest in Spanien

Spanisches LSR: Kampf gegen WindmühlenIm Oktober letzten Jahres hatte der spanische Gesetzgeber auf Druck einiger Verlage, organisiert im AEDE (Asociación de Editores de Diarios
Españoles), eine iberische Version des Leistungsschutzrechts ratifiziert – primäres Ziel war Google und die seitens der Verlage verargumentierte unhonorierte Verwendung ihrer Inhalte. Im Gegensatz zu anderen Ländern sah das Gesetz aber nur eine grundsätzlich verpflichtende Abgabe vor, es gab keine Möglichkeit (wie in Deutschland) zu einer bilateralen Vereinbarung der kostenlosen Nutzung zwischen dem einzelnen Verlag und Google. Man hatte aber wohl nicht mit Googles harscher Reaktion gerechnet. Weiterlesen →

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Das #ebook als Werbeträger #infografik

Werbung in eBooksMedien als Werbeträger haben eine jahrhundertelange Geschichte und sind heute, mit allen traurigen Auswüchsen, auch aus vielen nicht mehr wegzudenken, sei es Fernsehen, Radio, Zeitung oder gar dem Internet, da sie mit dem Verkauf von “Fläche” auch eines der Kerngeschäftsmodelle der Medienindustrie sind. Bücher in gedruckter Form haben hierbei zwar immer eine periphere Rolle gespielt, aber dennoch: in Fach- und Sachbüchern als finanzielles Zubrot werden Anzeigen immer noch gerne eingesetzt und so mancher mag sich noch an frühe “Pulp Fiction” erinnern, die mit Kleinanzeigen und auch ersten Formen des heute so genannten Native Advertising versehen war. Da konnte es durchaus passieren, dass auf der linken Seite der Kommissar dabei war, einen Fall zu lösen, während auf der rechten Seite eine Tabakmarke angepriesen wurde, die eben jener Kommissar gern zur Entspannung in sein Pfeifchen stopfte.Schon immer aber war es üblich, (Eigen)Werbung für weitere Produkte des Autors respektive des Verlags abzudrucken. Weiterlesen →

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#ebook Markt Deutschland 2015: 7 Mio Käufer, 350 Mio EUR Umsatz

ebook_markt_deutschlandStatista hat seinen aktuellen “Digital Market Outlook” veröffentlicht und reiht sich ein in die Auswertungen und Prognosen der letzten Monate zum deutschen E-Book-Markt, etwa die “Logistikumfrage” des “Ausschuss für den Zwischenbuchhandel” im Börsenverein – die mit ihren Wachstumszahlen der Stagnationsaussage des Börsenvereins klar widersprachen (“Bei den Lesern, die E-Books kennen oder nutzen, sei die digitale Euphorie derzeit leicht gedämpft, so die Einschätzung des Börsenvereins. Der Anteil derer, die Bücher nach eigenen Angaben künftig ausschließlich als gedrucktes Buch kaufen wollen, ist wieder gestiegen. “). Ein klarer Widerspruch zwischen Aussagen von Branchenteilnehmern und branchenpolitischen Einschätzungen, der noch verstärkt wird durch die aktuellen Zahlen von readbox, und dies auch noch “trotz der Änderung der Mehrwertsteuerregelung beim eBook-Verkauf auf das Bestimmungslandprinzip (bei Verkäufen von eBooks z.B. über Amazon an einen in Deutschland wohnhaften Käufer werden seit Januar 19% statt bisher 3% Mehwertsteuer fällig – entsprechend geringer fällt die Vergütung für den Verlag aus)”. Weiterlesen →

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Nachbericht 17. #MXSW: Slow Publishing und Metadaten zwischen Anspruch und Wirklichkeit

#MXSW

Am 19. Mai traf sich wieder ein buntes Völkchen an Medienmenschen in der Stuttgarter Schiller Buchhandlung bei Susanne Martin – mit den üblichen breit gestreuten Vortrags- und Diskussionsthemen. Holger Epp (Frommann-Holzboog) berichtete aus der Geschichte und dem Innenleben eines Wissenschaftsverlages, der immerhin eine fast 300jährige Tradition hat und heute zwischen “Slow Publishing” und digitaler Transformation steht. Angelika Rausch (KNV) wiederum nahm den digitalen Faden auf und erzählte sehr anschaulich und mit überraschenden Beispielen gespickt aus dem Metadaten-Kosmos der Verlage, des Buchhandels und welch redaktioneller Aufwand betrieben werden muss, damit Buchhandel und Leser überhaupt erst die passenden Produkte finden können.

Hier die entsprechenden Slides:

 

Spannend wars, informativ wars – und schön wars wie immer bei Susanne Martin. Das nächste, 18. #MXSW wird im September stattfinden.

Frommann-Holzboog

 

#MXSW

 

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Warum Disruption weh tut, kreative Zerstörung aber dringend in der Verlagsbranche gebraucht wird

Vulkan DisruptionGerne werden beim Blick der Auguren auf die Zukunft vieler Branchen munter Schlagwörter wie „Digitale Transformation“, „Change“ in verschiedenen Variationen oder gar die angsteinflößende „Disruption“ bemüht.
Letztere vermittelt dabei gerne den Eindruck, da käme etwas auf uns zu ähnlich dem Menetekel über Yucatan, das dafür sorgte, dass 1969 Säugetiere und nicht wechselwarme Reptilonauten aus der Apollo-Mondlandefähre Eagle stiegen. Es sollte uns die Mühe wert sein, einmal genauer hinter die Begrifflichkeit „Disruption“ zu schauen, denn vielleicht legt dort sogar ein Funken Hoffnung, zumindest aber ein eigentlich normaler Vorgang verborgen.

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Flatrates – wie konsumieren wir zukünftig Inhalte?

FlatratesSpotify, Netflix, 24Symbols – immer mehr Anbieter bringen sich in Stellung. Kein Tag ohne Meldungen über Portfolioausweitungen, Markteintritte, neue Serien, kluges Nutzerdatenhandling. Flat allenthalben. Liegt hier die Zukunft der Mediennutzung?

In der Vergangenheit war Konsum mit Besitz verknüpft – mit Ausnahme von Bibliotheken, Büchereien (die aber bewusst einen Bildungsauftrag hatten), später dann ersten Videotheken oder seltsamen Erfindungen wie der Rundfunkbeitrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Ansonsten galt die Regel: erst kaufen, dann konsumieren, und zwar immer auf der Ebene eines einzelnen Produkts, das ja dezidiert erstellt werden musste.
In Zeiten digital verlustlos unendlich vervielfältigbarer Produkte mit marginalen Grenzkosten stellt sich die Frage, ob diese tradierten Einzelprodukt-Nutzungsmodelle überhaupt noch zeitgemäß sind. Skurril mutet da schon die Diskussion darüber an, dass ein bildungsbürgerisches Herzeigen der eigenen Medienauswahl nun nicht mehr möglich sei – was ein wenig an die ersten, respektheischenden mitteleuropäischen Burgbesitzerbibliotheken erinnert, die meist einen an zwei Händen abzählbaren Bestand an Literatur hatten (und eines davon war immer die Bibel). Weiterlesen →

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Reminder: 17. #MXSW- Medienmenschen-Treffen am 19.5.2015 in Stuttgart

MXSW Stuttgart

 

 

 

 

Der Sommer steht vor der Tür – und das inzwischen 17. #MXSW. Und das muss auch mal gesagt werden: es ist schon beachtlich, dass es eine unkomplizierte, kollegiale, lockere, für alle offene (und kostenlose!) Graswurzel-Veranstaltung geschafft hat, sich über so viele Jahre konstant zu halten. Und dabei auch immer Themen zu beleuchten und zu diskutieren, die für uns und die Medienbranche prägend und wichtig sind.

Auch diesmal haben wir zwei besonders spannende Themen, angesiedelt zwischen Tradition und Hightech:

„Du bist gewaltig bey Frommanns gelobt worden.“ Ein Wissenschaftsverlag zwischen Slow Publishing und Wissenschaft 2.0
Holger Epp, frommann-holzboog Verlag

Metadaten zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Die Katalogdaten des Barsortiments KNV gelten in der Medienbranche als hochwertig. Was steckt dahinter? Ein nicht-technischer Werkstattbericht aus dem Alltag der Katalogabteilung von deren Leiterin Angelika Rausch.

Ablauf wie gehabt:
Wir treffen uns um 19 Uhr bei Susanne Martin in der Schiller Buchhandlung in Vaihingen
(Schiller Buchhandlung, Vaihinger Markt 17, D – 70563 Stuttgart)
Etwa ab 21 Uhr gehts dann zum gemütlichen Ausklang in eine Lokalität in der Nähe.

Hier auch noch der Hinweis auf die Facebook-Gruppe

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