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readfy startet (Update: bald) – kommen jetzt die Freemium/Abo-Modelle für E-Books?

readfy_logoJetzt ist es offiziell: readfy entschlüpft mit seinen Apps der Beta-Phase und bringt damit ein weiteres Abo-Modell für E-Books an den (offiziellen) Start. Vor allem in den USA gibt es bereits einige Modelle wie Oyster, Scribd, Amazon Unlimited steht auch hierzulande in den Startlöchern und mit Skoobe gibt es ebenfalls ein deutsches (Bezahl)Modell. Die Besonderheit: ein Freemium-Modell, werbebasiert.
Vorab gab es die Möglichkeit, die iOS-App zu testen und readfy hat ganze Arbeit geleistet, eine gut gelungene ReaderApp, die überzeugt (einige Kleinigkeiten wie ein fehlender Landscape-Modus oder die nicht individuell einstellbare Darstellung – das jetzige Schriftbild ist sicher verbesserungswürdig – können ja noch nachgebessert werden). Auf das eigentliche Problem stößt man jedoch recht schnell: der Erfolg von readfy hängt schlicht an der Menge und Vielfalt der vorhandenen E-Books, und hier zeigt sich, dass die deutschen Verlage noch sehr zurückhaltend sind. Viel gemeinfreies, unbekanntes Material – ausser man ist Perry Rhodan- oder Star Trek-Fan, aber davon kann eine Plattform wie readfy auf Dauer nicht leben. Ebenso bleibt abzuwarten, wie sich die “Werbefinanzierung” darstellt – im Moment sind die Banner so unaufdringlich, dass man aus Lesersicht mit dieser Form der Einbindung kaum Probleme hat. Hoffen wir, dass es nicht irgendwann zum berühmt-berüchtigten Interruption Marketing kommt, damit haben Nutzer auch schon auf anderen Kanälen keine Freude.

Frank Großklaus, einer der Mitgründer von readfy, ist jedenfalls optimistisch, in einem Interview für den buchreport meinte er: “Ähnlich wie beim Musikstreaming rechnen wir mit Marktanteilen von E-Book-Abos von über 50% in 4 bis 5 Jahren.” Eine legitime Wette auf die Zukunft, vor allem die Werbefinanzierung wird sicher ein weiteres spannendes Element.

Update: readfy zieht seine App (aus nachvollziehbaren) Gründen zurück:

“Lieber readfy-Betatester,
wenn du Apple-Nutzer bist, hast du es sicherlich auch mitbekommen: rund um das neue Betriebssystem iOS 8 ist gerade einiges los. Der Start mit einigen Bugs führte zum gestrigen Update, das viele iPhones und iPads erst mal lahmlegte und mittlerweile zurückgezogen wurde.
Wir bei readfy haben aufgrund dieser Entwicklungen bei iOS 8 heute folgende Entscheidung getroffen:
Am Samstag starten wir nur im Google Play Store für Android-Geräte und werden die readfy App für iOS im App Store noch nicht live schalten – Wir möchten keine iOS-App an den Start bringen, die aufgrund von Problemen mit dem Betriebssystem nicht so
zuverlässig läuft, wie du und wir es uns vorstellen.
Aus diesem Grund ziehen wir es vor, bei iTunes noch einige Tage zu warten bis alle technischen Probleme gelöst sind – denn dann hast auch du ungetrübten Spaß mit der readfy-App.
Falls du einer der glücklichen Nutzer der iOS Beta-Version bist – keine Sorge, diese Version bleibt live geschaltet. Alle anderen bitten wir noch um etwas Geduld.
Vielen Dank für dein Verständnis und viele Grüße,
Dein readfy-Team”

Wenn es dann soweit ist: laden und testen!

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Sind E-Books und Buchhandel wie Kühlschränke am Nordpol oder Zukunftschance? rebookr. verbindet beides

EBook_between_paper_booksDas Forum Zukunft des Börsenvereins des deutschen Buchhandels hat mit dem Arena Digital-Projekt versucht, das Digitale im Physischen darzustellen unter der Fragestellung, wie etwa E-Books im Buchhandel dargestellt und verkauft werden können. Ein innovativer Ansatz, rebookr., wird hier von den beiden Verantwortlichen, Kai Wels und Johannes Albert, näher vorgestellt.

Das Konzept in short: rebookr. ist eine Kooperationsarbeit von Albert Concepts Interior Architecture und Kai Wels, die sich aktuell noch im ersten Konzeptstatus befindet. rebookr. soll eine Verbindung zwischen der Präsentation und dem Verkauf digitaler Inhalte sowohl durch den stationären Buchhandel als auch den Direktvertrieb von Verlagen auf Buchmessen oder Veranstaltungen herstellen. Bestehend aus den drei Einheiten rebookr.display, rebookr.curator und rebookr.cloud ermöglicht das System als Gesamteinheit eine Selektion individueller Angebote durch Händler oder Verlage, die Anzeige der kuratierten Produkte und die Kaufabwicklung mittels Mobile Payment auf Smartphones. Weiterlesen →

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Von Youtube über Social Media-Bücher bis Gaming – das Programm steht! 15. #MXSW- Medienmenschen-Treffen am 22.9.2014

MXSW StuttgartDas inzwischen 15. #MXSW-Treffen findet am 22.9.2014 in Stuttgart statt, diesmal ab 19.00 Uhr auf Einladung der Kosmos-Kollegen im neuen Kosmos-Shop Stuttgart, mit einem Imbiss und offen für alle Interessierten.

Das Programm für den Abend ist jetzt auch finalisiert und wir werfen wieder einen Blick über den Tellerrand unserer beschaulichen Verlagsbranche:

1. Begrüßung durch den Kosmos Verlag

andreas_zeitler2. So tickt YouTube. Warum ist TV heute so anders?
“’Ich versteh gar nicht wieso die Jugendlichen eigentlich YouTube gucken.’ So fragte mich eine Kollegin und bat darum, ihr zu erklären wie Video für die ‘jüngere Generation’ eigentlich funktioniere. ‘Naja, das fängt bei PewDiePie an und hört bei LOL auf’, war meine Antwort. ‘Was? Nein, nicht lol, LOL! Bitte? Ach! Warte, ich erklär dir das…’”
Wir verfingen uns über ein Gespräch bei der es einerseits um die Mediennutzung, andererseits um die Werbung auf Online-Plattformen ging. Ein spannendes Gespräch an dem ich euch gerne teilhaben lassen möchte.”
Andreas Zeitler, Geschäftsführer von zcasting 3000, wird uns in die neue, bunte Welt des Bewegtbild 2.0 einführen und aktuelle Entwicklungen mit uns diskutieren.

eiko_isler3. Wie Kunden Spiele verändern
Spiele im Wandel der Zeit und der Einfluß der Kunden von gestern bis heute.
Eiko Isler, Trainer for Community Management bei der Know How! AG, wird sich fundiert des Themas “Gaming im 21. Jahrhundert” annehmen.
Seit 2004 ist Eiko im Bereich Community Management tätig und hat dort schon viele Situationen erlebt und durchlebt. Von Beginn an war sein Augenmerk dabei auch auf internationale Communities gerichtet, mit all seinen Facetten im Bereich kultureller Unterschiede und Verhaltensweisen. Folgerichtig ist er auch Mitglied im Berufsverband der Community Manager (BVCM). Zudem ist Eiko Speaker auf verschiedenen Veranstaltungen zum Thema Community Management und dessen Entwicklung.

 

heiko_fischer4. Der elektrische Regio-Verlag
Heiko Fischer (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Silberburg Verlag) stellt die Social-Media Aktivitäten des Silberburg-Verlags, unter anderem das Projekt Stuttgart-Album vor, auch nominiert für den Virenschleuderpreis 2014.

 

Ab 21.30 ist zum geselligen Ausklang ein Raum im nahegelegenen Piazza reserviert, dort darf dann fleissig weiterdiskutiert werden.

Hier auch noch der Hinweis auf die Facebook-Gruppe

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Deutscher eBook Award: Der erste deutschsprachige Produktpreis für Buchkunst im digitalen Raum

ebook_award_logoInnovation, Kreativität, Experimentierfreude und Mut haben dazu beigetragen, eBooks als eigenständige Buchform durchzusetzen. Nun ist an der Zeit, die Perlen zu küren und ihnen die Öffentlichkeit zu geben, die ihnen zusteht. Digitale Literatur kann mehr, als nur das gedruckte Buch zu kopieren.

Um dies zu würdigen, wird zur Frankfurter Buchmesse 2014 der erste Deutsche ebook Award verliehen. Zur Teilnahme an der Ausschreibung sind gerade explizit die Kollegen aus den deutschen Verlagshäusern aufgerufen!

Die Teilnahmeunterlagen finden sich hier:
http://www.deutscher-ebook-award.de/bewerbung/

Unterstützer des Projekts sind der AKEP (Arbeitskreis Elektronisches Publizieren des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.), die Buchmesse Frankfurt, APPSfactory, Wirth & Horn sowie der Blogger und Virenschleuder Leander Wattig.

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“Macht unsere ebooks billiger!” – Debatten, so zeitgemäß wie die Village People

Der richtige E-Book-PreisUnter dem aufklärerischen Titel “Macht unsere ebooks billiger!” wird der hochgeschätzte Kurt Tucholsky als Kronzeuge für ein vermeintlich legitimes Ansinnen der digitalen Leser herangezogen in einem aktuellen Blogbeitrag von Volker König. Der wohlvertraute Grundtenor: eigentlich sind die hohen E-Book-Preise vulgo “Abzocke”der Verlage, nicht gerechtfertigt und nur niedrige Preise Garant für beide Seiten, auch in Zukunft zu prosperieren (sagt ja schließlich auch Amazon – nur die Verlage sind zu blöde, das einzusehen). Abgesehen davon, dass es verwunderlich ist, dass wir immer noch über dieses Thema diskutieren, verwundert noch mehr die Tatsache, dass die Argumentation auch noch abseits jeder Kenntnis der Hintergründe passiert. Zeit für eine kleine Replik und Richtigstellung. Möge es hoffentlich die letzte sein… Weiterlesen →

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Vormerken! 15. #MXSW- Medienmenschen-Treffen am 22.9.2014 in Stuttgart bei Kosmos

MXSW StuttgartZwischen den Sommer-Urlauben (auch Medienmenschen brauchen Erholung) und dem Herbst-Highlight der Branche, der Frankfurter Buchmesse, wird am 22.9.2014 das inzwischen 15. #MXSW-Treffen stattfinden. Wir treffen uns diesmal ab 19.00 Uhr auf Einladung der Kollegen im neuen Kosmos-Shop Stuttgart, mit einem Imbiss und offen für alle Interessierten.

Das genaue Programm wird Anfang September in diesem Blog noch veröffentlicht, wobei auch hier gilt: wer ein Thema hat, über das er/sie gerne unter Kollegen informieren oder berichten/diskutieren möchte – herzlich gerne!

Hier auch noch der Hinweis auf die Facebook-Gruppe

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Internationale E-Book-Märkte: Vortrag und Video vom 6. #pubnpub in Essen

Internationale E-Book-Märkte  Vortrag und Video vom 6. #pubnpub in Essen   Meier-meint.deAm 29. April 2014 hielt ich im Unperfekthaus in Essen einen kleinen Vortrag zu internationalen E-Book-Märkten und emerging markets. Hier der Videomitschnitt und die Vortragsunterlagen, die dann für die Tehran International Book Fair verwendet wurden.

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Der Hawking-Index und die Wahrheit über das E-Book-Leseverhalten

Big DataNachdem der Mathematiker Jordan Ellenberg die in den USA und UK von Amazon öffentlich verfügbaren Daten über die am häufigsten markierten Textstellen in E-Books analysiert hatte, erstellte er eine Formel, anhand derer (angeblich) ermittelt werden kann, wie viel von einem Buch (resp. natürlich E-Book) eigentlich gelesen wurden. Der gläserne Leser schien Realität zu werden.
Daraus generierte er ein im Wall Street Journal veröffentlichtes Ranking. Die Bezeichnung “Hawking-Index” für dieses Ranking entbehrt dabei wie manch anderes nicht ganz der Ironie: “Verbreiteten Vorurteilen nach soll es sich bei Hawkings “Eine kurze Geschichte der Zeit” schließlich um eines der meistverkauften, aber schnellst-wieder-beiseite-gelegten Sachbüchern handeln.”, so Markus Pössel auf scilogs.
Wird hier als der Traum jedes Marketinganalysten und Big Data-Fetischisten wahr, verändert sich gar die “Zukunft des Kunstbetriebs”, wie Johannes Boie in der Süddeutschen menetekelt? Die publizistische Aufregung ist also erstmal groß – bleibt die Frage, welche Auswirkungen solche Analysen denn für den Literaturbetrieb tatsächlich hätten. Weiterlesen →

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Let’s play a game! Serious Gaming für Verlage – spielerischer Unfug oder Geschäftsmodell?

Serious GamingIhr erster Blick fällt auf eine an Second Life erinnernde Supermarktumgebung. Der Avatar zu Beginn: eine Verkäuferin. Der Start: die Gemüse- und Obstabteilung. Erste Informationen über Südtiroler Äpfel und eine Warenkunde zu Kartoffeln werden eingeblendet. Jetzt heißt es aber, sich anzustrengen, schließlich möchte man im virtuellen Supermarkt vom Verkäufer zum Marktleiter aufsteigen. Ein ganz normales virtuelles Spiel? Ja – und Nein. Denn der „virtuelle Supermarkt“ ist eine digitale E-Learning-Plattform für den Lebensmitteleinzelhandel. Und dahinter steckt niemand anderes als das Unternehmen mediadidact, eine Tochter des Deutschen Fachverlags in Frankfurt. Ein Fachverlag, mit einem Serious Game – und dies auch noch wirtschaftlich erfolgreich? Endlich ein funktionierendes Geschäftsmodell für Verlage? Auch hier wieder: Ja – und Nein. Aber auf jeden Fall ein Thema, auf das ein genauerer Blick lohnt. Weiterlesen →