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Der richtige E-Book-Preis oder: die ewige Suche nach dem digitalen Gral | Meier-meint.de
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Der richtige E-Book-Preis oder: die ewige Suche nach dem digitalen Gral

For SaleJeremy Greenfield, Editorial Director von Digital Book World, hat sich in einem Artikel auf Forbes.com unter dem Titel „Is $8.00 Too Much for an Ebook?“ Gedanken zur Preisentwicklung der US-amerikanischen E-Books gemacht, basierend auf einer tiefergehenden Analyse auf der Grundlage der Zahlen von Iobyte Solutions, die relevante Marktzahlen aufbereiten.

Ungeachtete der Detailbewertung lässt sich ganz klar ein Abwärtstrend identifizieren, der sich irgendwo unterhalb der Marke von 8 Dollar stabilisiert. Grundlage der Titel ist das Ranking der Top-25-E-Book-Titel von dbw.

Dementsprechend fehlt natürlich das Gros der Billig-E-Books, andererseits sind diese Titel als digitaler Mainstream ein gutes Abbild auch für die deutschen Verlage abseits der Self-Publishing-Szene.

Greenfield macht sich aber auch Gedanken darüber, welche Faktoren diese Bepreisung beeinflussen und zeigt vier Punkte auf:

1. E-Book-Käufer sind der festen Meinung, digitale Bücher würde wenig bis nichts in der Produktion kosten

2. E-Book-Käufer sehen nicht den Preis des entsprechenden gedruckten Buches als relevant an sondern orientieren sich am Wiederverkaufswert eines bereits gelesenen Taschenbuchs.

3. E-Book-Käufer haben auch ihre „magischen Preisgrenzen“, konkret hier 9,99 Dollar. Etwas, das adäquat bei vielen anderen Produkten verkaufspsychologisch ebenfalls der Fall ist.

4. Andererseits (und hier wird es spannend) sind E-Book-Käufer punktuell durchaus bereit, deutlich mehr zu bezahlen, wenn der „want“-Faktor gerade bei bekannten Autoren groß genug ist.

Und damit wären wir dann wieder beim Beginn der Geschichte, dem Heiligen Gral der E-Books-Preisfindung. Auch hierzulande werden sich psychologische Preisgrenzen etablieren, das scheint zu sehr in unseren Konsumer-Genen verankert zu sein. Diese Grenzen gelten dann aber hier wie dort für Produkte, deren Wert wir als Käufer nicht einschätzen können. Analog dazu kann man ja im App-Bereich die 79-Cent-Grenze sehen, ein Preis, der für die Katze im Sack als fair bewertet wird und im Falle des Nichtgefallens leicht verschmerzbar ist.

Die Etablierung von durchaus auch neuen Autoren-Marken oder Stärkung der digitalen Verlagsmarke kann sich aber finanziell schnell bezahlt machen, wenn der Kunde sich ein subjektives Bild vom Wert eines E-Books (so schwammig wie kundenpsychologisch das sein mag) machen kann.

Schließlich ist es im App-Markt durchaus so, dass zwar der Großteil der Apps kostenlos bis günstig zu haben ist (wobei inzwischen mit aus Kundensicht teuflischen In-App-Verkäufern vermutlich mehr verdient wird als wenn man die App im Einstiegspreis höher angesetzt hätte), es andererseits durchaus Apps gibt die den mehrfachen Preis des Endgeräts, nämlich des Smartphones, deutlich übersteigen.

Insofern läßt sich die Frage nach dem richtigen Preis für E-Books beantworten wie es einst (die Älteren werden das noch kenn) Radio Eriwan tat: „Im Prinzip Ja!“. Will heißen: die Fixierung am Print-Preis ist aus Kundensicht Unfug, da es keine Referenz für ihn ist sondern rein aus Verlagssicht bestimmt wird. Andererseits ist die spannende Aufgabe herauszufinden, wo die tatsächlichen Preis-Barrieren sind – letzten Endes sind die Print-Preise ja auch nur über Jahrzehnte tradierte Erfahrungs- und Gewohnheitswerte. Und es lassen sich durchaus auch Argumente dafür finden, mit guten Titeln keine Low-Price-Strategie zu fahren. Der digitale Markt ist hierzulande schlicht zu jung, insofern gibt es eben kein allgemeingültiges Rezept sondern weiterhin fröhliches „Jugend forscht“.

Bildquelle: flickr / Ian Muttoo
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9 Kommentare

  1. Und da sind wir wieder bei der Wertigkeits-Diskussion der letzten Tage. Das von dir angesprochenen E-Book mag dir deutlich mehr wert sein, nicht aber dem, dessen Leben dadurch nicht verändert wird. Soll der Kunde dann zukünftig den Preis bestimmen, individuell?
    Ich habe hier meine Bedenken, ob Anbieter und Kunde hier zusammenkommen. Und im Rahmen der Buchpreisbindung ist das hierzulande auch eine müßige Diskussion…

  2. Buchpreisbindung ist ein guter Punkt: Wie wollen das die „Herren Buchpreisbindungsbestimmer“ in den Griff bekommen, wenn das Thema „individuelle Ebooks“ auf den Tisch kommt?

    Dynamische Werke, die sich auf der Basis der Kundenanforderungen verändern?

    Heidewitzka – da kommt ja noch etwas auf uns zu! 🙂

    „Soll der Kunde den Preis bestimmen?“ Hm, schon ausprobiert. Kann funktionieren. Muss aber nicht. Mittlerweile ist es ein praktikabler Weg, den Kunden zu „seiner“ Version des Ebooks finden zu lassen, bzw. im Vorfeld Kunden „auszufiltern“, deren Erwartungshaltung nicht mit dem Ebook übereinstimmen könnte.

  3. Ebenso wie das Urheberrecht an einigen Stellen knarzt (um es vorsichtig auszudrücken) ist die Buchpreisbindung auf ein geschlossenes Produkt (Kodex) ausgerichtetes Konstrukt.

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  7. Wir sprachen das auch auf der Leipziger Buchmesse ja an. Ich als Sortimentsbuchhändler (wissenschaftlicher, Wirtschaft, Rechnungswesen als Steckenpferd) empfehle Verlagen seit Jahren, Hybrid-Bücher zu produzieren. Print + E-Content. Benutzerfreundlich – für alle Seiten .

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