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Der Hawking-Index und die Wahrheit über das E-Book-Leseverhalten

Big DataNachdem der Mathematiker Jordan Ellenberg die in den USA und UK von Amazon öffentlich verfügbaren Daten über die am häufigsten markierten Textstellen in E-Books analysiert hatte, erstellte er eine Formel, anhand derer (angeblich) ermittelt werden kann, wie viel von einem Buch (resp. natürlich E-Book) eigentlich gelesen wurden. Der gläserne Leser schien Realität zu werden.
Daraus generierte er ein im Wall Street Journal veröffentlichtes Ranking. Die Bezeichnung “Hawking-Index” für dieses Ranking entbehrt dabei wie manch anderes nicht ganz der Ironie: “Verbreiteten Vorurteilen nach soll es sich bei Hawkings “Eine kurze Geschichte der Zeit” schließlich um eines der meistverkauften, aber schnellst-wieder-beiseite-gelegten Sachbüchern handeln.”, so Markus Pössel auf scilogs.
Wird hier als der Traum jedes Marketinganalysten und Big Data-Fetischisten wahr, verändert sich gar die “Zukunft des Kunstbetriebs”, wie Johannes Boie in der Süddeutschen menetekelt? Die publizistische Aufregung ist also erstmal groß – bleibt die Frage, welche Auswirkungen solche Analysen denn für den Literaturbetrieb tatsächlich hätten. Weiterlesen →

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Let’s play a game! Serious Gaming für Verlage – spielerischer Unfug oder Geschäftsmodell?

Serious GamingIhr erster Blick fällt auf eine an Second Life erinnernde Supermarktumgebung. Der Avatar zu Beginn: eine Verkäuferin. Der Start: die Gemüse- und Obstabteilung. Erste Informationen über Südtiroler Äpfel und eine Warenkunde zu Kartoffeln werden eingeblendet. Jetzt heißt es aber, sich anzustrengen, schließlich möchte man im virtuellen Supermarkt vom Verkäufer zum Marktleiter aufsteigen. Ein ganz normales virtuelles Spiel? Ja – und Nein. Denn der „virtuelle Supermarkt“ ist eine digitale E-Learning-Plattform für den Lebensmitteleinzelhandel. Und dahinter steckt niemand anderes als das Unternehmen mediadidact, eine Tochter des Deutschen Fachverlags in Frankfurt. Ein Fachverlag, mit einem Serious Game – und dies auch noch wirtschaftlich erfolgreich? Endlich ein funktionierendes Geschäftsmodell für Verlage? Auch hier wieder: Ja – und Nein. Aber auf jeden Fall ein Thema, auf das ein genauerer Blick lohnt. Weiterlesen →

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Hat das digitale Marketing in der Buchbranche eine Zukunft? [Gastbeitrag]

Marketing[Gastbeitrag von Ruth Schöllhammer, basierend auf einer Einschätzung von Holger Ehling, Wibke Ladwig, Michael Schickerling, Peter Schmid-Meil und meinereiner].

Der erste Eindruck: Verlage verstehen unter digitalem Marketing erstmal klassisches Online-Marketing mit kostengünstigen blinkenden Bannern, unauffindbaren Autoren-Microsites und uninspirierten Newslettern oder aber was mit digitalen Büchern, die in den E-Book-Stores komplett untergehen – so ein erfahrener Kollege aus München.

Ohne Marke kein erfolgreiches Marketing – eine Binse. Doch um das Markenverständnis scheint es gerade bei großen Verlagen schlecht bestellt zu sein. Es mangelt an konsequenter und einheitlicher Führung, so der Tenor der Kollegen. Früher gehörte zum vornehmsten Geschäft der Verlage der Aufbau von Autorenmarken. Dieses Geschäftsmodell ist heutzutage allerdings zu riskant. Denn einmal erfolgreich, können die Autoren problemlos ihr eigenes Ding machen. Selfpublishing, nicht nur in der Buchbranche ein neues Phänomen, das die Geschäftskonzepte und -modelle auf den Kopf stellt. Ob dieser Entwicklung steckten Branchengrößen jahrelang ihren Kopf in den Sand – seit Kurzem gibt es erste Zeichen, dass Verlage nicht mehr kopflos reagieren, sondern erste strategische zukunftsorienterte Maßnahmen ergreifen. Kleine Häuser sind hier klar im Vorteil. Weiterlesen →

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Farewell, AKEP!

Farewell AKEPDas klingt jetzt etwas melodramatischer als es in der Realität ist. Fakt ist, ab der Frankfurter Buchmesse 2014 wird es einen Wechsel im Sprecherkreis des AKEP geben, Beate Muschler wird meinen Posten übernehmen. Johannes Haupt hatte mich für lesen.net um einen Rückblick zu 3 Jahren Sprecheramt gebeten, den er journalistisch aufgearbeitet hatte (Dafür meinen Dank!). Da mein ursprünglicher Text einige weitere persönliche Punkte und auch meinen Dank an bestimmte Kollegen enthielt, die im lesen.net-Kontext keinen Platz fanden, möchte ich dies hier in meinem eigenen Blog mit dem kompletten Originaltext nachholen. Weiterlesen →

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The Internet in Real-Time #infografik

Immer wieder beeindruckend, was jede Sekunde, jede Stunde, jeden Tag im Internet passiert. Fakt ist: es werden ungeheure Mengen an Inhalten aller Art produziert (ungeachtet der Qualitäts-Diskussion). Und gleichzeitig entsteht dadurch ein Informationsüberfluß, ein Dschungel des Wissens, der geradezu nach Orientierung und Kuratierung schreit…


Click the image to open the interactive version (via Penny Stocks Lab).
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MOOCs – wenn das Lernen digital und öffentlich wird

Stellen Sie sich vor, Sie sind ordentlicher Professor an einer amerikanischen Elite-Universität, haben eine Vorlesung, betreten den Hörsaal – und 160.000 (in Worten: einhundertsechszigtausend) Studenten warten schon gebannt auf Sie. Utopie? Im Herbst 2011 wurde dies Realität, als die Stanford University drei Informatikkurse als sogenannte MOOCs anbot. Was aber genau sind diese MOOCs und welche Chancen als auch Risiken bieten sich für Fachverlage in diesem Umfeld? Weiterlesen →

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Emerging Ebook Markets: Presentation Tehran Book Fair 2014 – from Gutenberg to the iPhone

IMG_3919During Tehran Book Fair I had the honour to hold a presentation about emerging ebook markets. Attached you’ll find the slides in english and farsi and the transcription respectively the manuscript of my speech.
Summary: the smartphone will be the leading ereading device and push the emerging ebook markets like south america, africa, asia and middle east. Weiterlesen →

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Salaam und khoda hefz: Buchmesse Teheran 2014 #bildergalerie

IMG_3986Auf Einladung der Buchmesse Frankfurt durfte ich Anfang Mai nach Teheran fliegen und dort einen Workshop halten zum Thema “emerging ebook markets“. Viel Zeit blieb nicht während meines Aufenthalts, aber doch genug, um einige Eindrücke dieser reichlich spannenden Stadt abseits der 2-Minuten-Berichterstattung in der Tagesschau zu bekommen, die sich einerseits vertraut und andererseits doch auch fremd anfühlte. Man möge dem Schreiber dieser Zeilen seine vermutlich durchschimmernde westliche Arroganz verzeihen, sich aufgrund eines Kurzbesuchs ein erstes Bild zu machen. Aber es geht hier auch nicht um eine wissenschaftliche Arbeit sondern nur darum, was passiert, wenn ein Schwabe arglos durch Teheran spaziert oder mit freundlichen Branchenkollegen auf der Buchmesse parliert. Weiterlesen →

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