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Das #ebook als Werbeträger #infografik

Werbung in eBooksMedien als Werbeträger haben eine jahrhundertelange Geschichte und sind heute, mit allen traurigen Auswüchsen, auch aus vielen nicht mehr wegzudenken, sei es Fernsehen, Radio, Zeitung oder gar dem Internet, da sie mit dem Verkauf von “Fläche” auch eines der Kerngeschäftsmodelle der Medienindustrie sind. Bücher in gedruckter Form haben hierbei zwar immer eine periphere Rolle gespielt, aber dennoch: in Fach- und Sachbüchern als finanzielles Zubrot werden Anzeigen immer noch gerne eingesetzt und so mancher mag sich noch an frühe “Pulp Fiction” erinnern, die mit Kleinanzeigen und auch ersten Formen des heute so genannten Native Advertising versehen war. Da konnte es durchaus passieren, dass auf der linken Seite der Kommissar dabei war, einen Fall zu lösen, während auf der rechten Seite eine Tabakmarke angepriesen wurde, die eben jener Kommissar gern zur Entspannung in sein Pfeifchen stopfte.Schon immer aber war es üblich, (Eigen)Werbung für weitere Produkte des Autors respektive des Verlags abzudrucken. Weiterlesen →

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#ebook Markt Deutschland 2015: 7 Mio Käufer, 350 Mio EUR Umsatz

ebook_markt_deutschlandStatista hat seinen aktuellen “Digital Market Outlook” veröffentlicht und reiht sich ein in die Auswertungen und Prognosen der letzten Monate zum deutschen E-Book-Markt, etwa die “Logistikumfrage” des “Ausschuss für den Zwischenbuchhandel” im Börsenverein – die mit ihren Wachstumszahlen der Stagnationsaussage des Börsenvereins klar widersprachen (“Bei den Lesern, die E-Books kennen oder nutzen, sei die digitale Euphorie derzeit leicht gedämpft, so die Einschätzung des Börsenvereins. Der Anteil derer, die Bücher nach eigenen Angaben künftig ausschließlich als gedrucktes Buch kaufen wollen, ist wieder gestiegen. “). Ein klarer Widerspruch zwischen Aussagen von Branchenteilnehmern und branchenpolitischen Einschätzungen, der noch verstärkt wird durch die aktuellen Zahlen von readbox, und dies auch noch “trotz der Änderung der Mehrwertsteuerregelung beim eBook-Verkauf auf das Bestimmungslandprinzip (bei Verkäufen von eBooks z.B. über Amazon an einen in Deutschland wohnhaften Käufer werden seit Januar 19% statt bisher 3% Mehwertsteuer fällig – entsprechend geringer fällt die Vergütung für den Verlag aus)”. Weiterlesen →

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Nachbericht 17. #MXSW: Slow Publishing und Metadaten zwischen Anspruch und Wirklichkeit

#MXSW

Am 19. Mai traf sich wieder ein buntes Völkchen an Medienmenschen in der Stuttgarter Schiller Buchhandlung bei Susanne Martin – mit den üblichen breit gestreuten Vortrags- und Diskussionsthemen. Holger Epp (Frommann-Holzboog) berichtete aus der Geschichte und dem Innenleben eines Wissenschaftsverlages, der immerhin eine fast 300jährige Tradition hat und heute zwischen “Slow Publishing” und digitaler Transformation steht. Angelika Rausch (KNV) wiederum nahm den digitalen Faden auf und erzählte sehr anschaulich und mit überraschenden Beispielen gespickt aus dem Metadaten-Kosmos der Verlage, des Buchhandels und welch redaktioneller Aufwand betrieben werden muss, damit Buchhandel und Leser überhaupt erst die passenden Produkte finden können.

Hier die entsprechenden Slides:

 

Spannend wars, informativ wars – und schön wars wie immer bei Susanne Martin. Das nächste, 18. #MXSW wird im September stattfinden.

Frommann-Holzboog

 

#MXSW

 

#MXSW

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Warum Disruption weh tut, kreative Zerstörung aber dringend in der Verlagsbranche gebraucht wird

Vulkan DisruptionGerne werden beim Blick der Auguren auf die Zukunft vieler Branchen munter Schlagwörter wie „Digitale Transformation“, „Change“ in verschiedenen Variationen oder gar die angsteinflößende „Disruption“ bemüht.
Letztere vermittelt dabei gerne den Eindruck, da käme etwas auf uns zu ähnlich dem Menetekel über Yucatan, das dafür sorgte, dass 1969 Säugetiere und nicht wechselwarme Reptilonauten aus der Apollo-Mondlandefähre Eagle stiegen. Es sollte uns die Mühe wert sein, einmal genauer hinter die Begrifflichkeit „Disruption“ zu schauen, denn vielleicht legt dort sogar ein Funken Hoffnung, zumindest aber ein eigentlich normaler Vorgang verborgen.

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Flatrates – wie konsumieren wir zukünftig Inhalte?

FlatratesSpotify, Netflix, 24Symbols – immer mehr Anbieter bringen sich in Stellung. Kein Tag ohne Meldungen über Portfolioausweitungen, Markteintritte, neue Serien, kluges Nutzerdatenhandling. Flat allenthalben. Liegt hier die Zukunft der Mediennutzung?

In der Vergangenheit war Konsum mit Besitz verknüpft – mit Ausnahme von Bibliotheken, Büchereien (die aber bewusst einen Bildungsauftrag hatten), später dann ersten Videotheken oder seltsamen Erfindungen wie der Rundfunkbeitrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Ansonsten galt die Regel: erst kaufen, dann konsumieren, und zwar immer auf der Ebene eines einzelnen Produkts, das ja dezidiert erstellt werden musste.
In Zeiten digital verlustlos unendlich vervielfältigbarer Produkte mit marginalen Grenzkosten stellt sich die Frage, ob diese tradierten Einzelprodukt-Nutzungsmodelle überhaupt noch zeitgemäß sind. Skurril mutet da schon die Diskussion darüber an, dass ein bildungsbürgerisches Herzeigen der eigenen Medienauswahl nun nicht mehr möglich sei – was ein wenig an die ersten, respektheischenden mitteleuropäischen Burgbesitzerbibliotheken erinnert, die meist einen an zwei Händen abzählbaren Bestand an Literatur hatten (und eines davon war immer die Bibel). Weiterlesen →

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Reminder: 17. #MXSW- Medienmenschen-Treffen am 19.5.2015 in Stuttgart

MXSW Stuttgart

 

 

 

 

Der Sommer steht vor der Tür – und das inzwischen 17. #MXSW. Und das muss auch mal gesagt werden: es ist schon beachtlich, dass es eine unkomplizierte, kollegiale, lockere, für alle offene (und kostenlose!) Graswurzel-Veranstaltung geschafft hat, sich über so viele Jahre konstant zu halten. Und dabei auch immer Themen zu beleuchten und zu diskutieren, die für uns und die Medienbranche prägend und wichtig sind.

Auch diesmal haben wir zwei besonders spannende Themen, angesiedelt zwischen Tradition und Hightech:

„Du bist gewaltig bey Frommanns gelobt worden.“ Ein Wissenschaftsverlag zwischen Slow Publishing und Wissenschaft 2.0
Holger Epp, frommann-holzboog Verlag

Metadaten zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Die Katalogdaten des Barsortiments KNV gelten in der Medienbranche als hochwertig. Was steckt dahinter? Ein nicht-technischer Werkstattbericht aus dem Alltag der Katalogabteilung von deren Leiterin Angelika Rausch.

Ablauf wie gehabt:
Wir treffen uns um 19 Uhr bei Susanne Martin in der Schiller Buchhandlung in Vaihingen
(Schiller Buchhandlung, Vaihinger Markt 17, D – 70563 Stuttgart)
Etwa ab 21 Uhr gehts dann zum gemütlichen Ausklang in eine Lokalität in der Nähe.

Hier auch noch der Hinweis auf die Facebook-Gruppe

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Das etwas andere Social Media Lexikon: Content Marketing

World of WarcraftContent-Marketing ist die schlaue Schwester des gewohnten Produkt-Marketings und der pfiffige Schwipschwager des Corporate Publishing. Will heißen: keine werblichen Produktbewerbungen, sondern Vermittlung der eigenen, oder im B2B-Bereich, fremden (Produkt-)Kompetenz durch relevanten Inhalt. Themen und Geschichten verkaufen in Zukunft Produkte, nutzwertig statt werblich wird das bestimmende Thema.

Varietäten und Skalierungsunterschiede sind selbst innerhalb des Content Marketings groß, aber ganz prinzipiell kann gesagt werden, daß Content Marketing im Gegensatz zu rein werblichen Techniken wie TV-Spots, Print-Anzeigen oder Bannern nicht Produkte in den Mittelpunkt seiner (meist auf Eigenschaften und Preis fixierten) Werbebotschaft stellt, sondern sich über nutzwertige Informationen und Unterhaltung definiert. Schwerpunktkanal vieler derzeitigen Aktivitäten ist Online, letzten Endes aber ist das Instrument Content Marketing kanalunabhängig.
Allerdings hat Content Marketing online den Nebeneffekt, mit etwa durch sinnvollen Keyword-Einsatz optimierten Texten bessere Suchmaschinenplatzierungen zu erzielen und für eine bessere Auffindbarkeit und Sichtbarkeit zu sorgen.
Content Marketing ist als singuläres Instrument im Unternehmenskontext sinnlos – es geht darum, durch Inhalte, die der Leser in Zeiten der Aufmerksamkeitsverknappung positiv rezipiert, eine “Geschichte zu erzählen”, die den Leser packt, interessiert, amüsiert, zur Interaktion bringt. Und gerade Interaktion und Kommunikation sind in den immer wichtiger werdenden Bereichen der sozialen Medien/Kanäle am Ende des Tages entscheidend, man bekommt hier also sich gegenseitig verstärkende Effekte: gute Geschichten, die gerne weitererzählt werden. Und gute Geschichten verkaufen Produkte – dies können Medienhäuser vom Kaufmann nebenan lernen.

Suchmaschinen wollen relevanten Inhalt, keine pseudo-optimierten Keywords
Was in Suchmaschinen nicht gefunden wird, gibt es nicht. Suchmaschine ist aber hierzulande ein Synonym für – genau, Google. Möglicherweise wird Facebook als größtes soziales Netzwerk auch als Finde-Maschine für Inhalte dem Platzhirsch Konkurrenz machen, im Prinzip wissen aber beide, dass ihre Kunden vor allem eines wollen: relevanten Inhalt. SEO ist also ein mächtiger Treiber für Conten Marketing.

Im Grunde geht es also nur darum, statt trübem Push-Marketing mit für den Nutzer sinnvollen Inhalten (!) Marketing zu betreiben. Auch ein wenig im Sinne einer bekannten Religionsgemeinschaft: „Geben ist seliger denn Nehmen“. Oder, anders formuliert – erst geben, dann nehmen. Auch ein Grundprinzip von Inbound Marketing (siehe dort). Die gute Schwester der bösen Schwester „Native Advertising“ (siehe dort).

World of Warcraft
Herzlichen Dank an Cacho Puebla für die Genehmigung zur Veröffentlichung der “Grandmother Tips”-Fotos, die einfach umwerfend sind. Auf dem Bild ist übrigens tatsächlich Cachos Oma zu sehen.

To be continued…

Disclosure: Die Texte sind in Form zweier längerer Artikel in der Zeitschrift “Letter” des SZV erschienen.

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Jugendschutz bei E-Books, aber freier Zugang für alle bei Youporn und Co. – eine Produktform findet nicht zu sich selbst

traffic_lightMan könnte es, wie sogar vom Börsenblatt, dem Hauptorgan des Branchenverbands Börsenverein, kolportiert, für einen späten Aprilscherz halten: E-Books sollen in Zukunft Altersfreigaben bekommen. Einerseits mag man das, vor allem aus Sicht besorgter Eltern, für einen sinnvollen Schritt halten. Aber angesichts der Bestrebungen sowohl des Verbands und ihrer Mitglieder als auch aus Regierungskreisen, das E-Book in Sachen Buchpreisbindung und Mehrwertsteuerregelung dem gedruckten Buch gleichzustellen, zeigt sich mehr und mehr, dass die Frage “Was ist ein E-Book?” schlicht noch nicht auf der Grundlage des Produktdenkens des letzten Jahrtausends final beantwortet ist. Und vielleicht auch nicht beantwortet werden kann. Aber ein Blick auf mögliche und bestehende Kontrollmechanismen kann sicher nicht schaden. Weiterlesen →

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Das etwas andere Social Media Lexikon: Bashtag

InstagramDie reine Begriffserklärung ist das eine. Der tiefere Sinn und eine Einordnung all der immer noch im Umlauf befindlichen Buzzwords im Kontext Social Media eine andere Sache. Deswegen soll hier einigen Märchen und Mythen auf den Zahn geschaut werden, natürlich mit dem nötigen Unernst.

Bashtag
Jedes Instrument hat zwei Seiten. So kann der Hashtag (siehe dort) als Ankerpunkt etwa für Marketingaktionen eingesetzt werden. Oder eben auch, wenn User sich zusammenrotten (siehe Shitstorm) und ein Fall von „hashtags go wrong“ eintritt. Aktuelle Beispiele etwa #MyNYPD, bei der die New Yorker Polizei lächelnde Bürger und ebenso fröhliche Bürger auf Fotos versammelte, eine Image-Kampagne, die dann aber prompt nach hinten losging, als die Netzwerke mit Fotos prügelnder Polizisten unter demselben Bashtag geflutet werden. Beispielsweise werden Zugreisende hierzulande früher oder später mit dem Bashtag #dbfail zu tun bekommen.

Instagram

Herzlichen Dank an Cacho Puebla für die Genehmigung zur Veröffentlichung der “Grandmother Tips”-Fotos, die einfach umwerfend sind. Auf dem Bild ist übrigens tatsächlich Cachos Oma zu sehen.

To be continued…

Disclosure: Die Texte sind in Form zweier längerer Artikel in der Zeitschrift “Letter” des SZV erschienen.

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Das etwas andere Social Media Lexikon: Blogosphäre

TweetDie reine Begriffserklärung ist das eine. Der tiefere Sinn und eine Einordnung all der immer noch im Umlauf befindlichen Buzzwords im Kontext Social Media eine andere Sache. Deswegen soll hier einigen Märchen und Mythen auf den Zahn geschaut werden, natürlich mit dem nötigen Unernst.

Blogosphäre
Dachbegriff für alle, die mittels Blogs kommunizieren, vom Wissenschaftler, Fachblogger bis zur Literaturbloggerin. Die Schätzungen über die Anzahl deutschsprachiger Blogs sind schwierig und schwanken in der Regel von „viele“ bis „sehr sehr viele“. Die Kunst besteht darin, die für die eigene Zielgruppe relevanten zu identifizieren und im eigenen Unternehmenssinn zu aktivieren (siehe Multiplikatoren/Influencer).  Andererseits entdecken viele Unternehmen das schnelle Publikationsmedium auch immer mehr für sich selbst, weswegen das Corporate Blogging (siehe dort) in den letzten Jahren sehr stark zunahm.

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Herzlichen Dank an Cacho Puebla für die Genehmigung zur Veröffentlichung der “Grandmother Tips”-Fotos, die einfach umwerfend sind. Auf dem Bild ist übrigens tatsächlich Cachos Oma zu sehen.

To be continued…

Disclosure: Die Texte sind in Form zweier längerer Artikel in der Zeitschrift “Letter” des SZV erschienen.

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