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Das etwas andere Social Media Lexikon: Blogosphäre

TweetDie reine Begriffserklärung ist das eine. Der tiefere Sinn und eine Einordnung all der immer noch im Umlauf befindlichen Buzzwords im Kontext Social Media eine andere Sache. Deswegen soll hier einigen Märchen und Mythen auf den Zahn geschaut werden, natürlich mit dem nötigen Unernst.

Blogosphäre
Dachbegriff für alle, die mittels Blogs kommunizieren, vom Wissenschaftler, Fachblogger bis zur Literaturbloggerin. Die Schätzungen über die Anzahl deutschsprachiger Blogs sind schwierig und schwanken in der Regel von „viele“ bis „sehr sehr viele“. Die Kunst besteht darin, die für die eigene Zielgruppe relevanten zu identifizieren und im eigenen Unternehmenssinn zu aktivieren (siehe Multiplikatoren/Influencer).  Andererseits entdecken viele Unternehmen das schnelle Publikationsmedium auch immer mehr für sich selbst, weswegen das Corporate Blogging (siehe dort) in den letzten Jahren sehr stark zunahm.

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Herzlichen Dank an Cacho Puebla für die Genehmigung zur Veröffentlichung der “Grandmother Tips”-Fotos, die einfach umwerfend sind. Auf dem Bild ist übrigens tatsächlich Cachos Oma zu sehen.

To be continued…

Disclosure: Die Texte sind in Form zweier längerer Artikel in der Zeitschrift “Letter” des SZV erschienen.

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Das etwas andere Social Media Lexikon: BarCamp


Xing NetzwerkDie reine Begriffserklärung ist das eine. Der tiefere Sinn und eine Einordnung all der immer noch im Umlauf befindlichen Buzzwords im Kontext Social Media eine andere Sache. Deswegen soll hier einigen Märchen und Mythen auf den Zahn geschaut werden, natürlich mit dem nötigen Unernst.

BarCamp
Ein BarCamp, auch gerne mal als Un-Konferenz bezeichnet, ist der sozusagen lebende Beweis dafür, dass Wissenstransfer nicht nur frontal wie auf den meisten Branchenveranstaltungen passieren muss (“Einer spricht, viele schlafen zu”). Meist unter einem Leit-Thema stehend, kommen Vorschläge zu Sessions aus dem Publikum, werden brutalstmöglich basisdemokratisch festgelegt. Anschließend teilen sich die Teilnehmer auf die Sessions, die oft eher Diskussionsrunden sind, auf. Ebenfalls sehr wichtig sind die lockeren Umgangsformen abseits jeder Hierarchie und Anzugsmarke, es ist durchaus gewollt, dass der Praktikant neben dem Geschäftsführer sitzt und beide auf Augenhöhe agieren. Was im ersten Moment eher nach graswurzeligem Anarchismus klingt klappt meist recht gut und fördert den offenen Austausch der Teilnehmer, da jeder an irgendeinem Punkt aktiv einbezogen wird. Hierzulande haben sich auch Mischformen etabliert, etwa die vorherige Festlegung eines Themas und der Vortragssessions, die gerne auch durch einen vorangehenden „Call for Papers“ abgefragt werden. Gelenkte Basisdemokratie sozusagen. Inzwischen gibt es solche BarCamps sogar innerhalb einzelner Unternehmen, um die Mitarbeiter und Führungskräfte losgelöst von Alltag und Hierarchien zum (halbwegs) offenen Dialog aufzufordern.

Xing Netzwerk

Herzlichen Dank an Cacho Puebla für die Genehmigung zur Veröffentlichung der “Grandmother Tips”-Fotos, die einfach umwerfend sind. Auf dem Bild ist übrigens tatsächlich Cachos Oma zu sehen.

To be continued…

Disclosure: Die Texte sind in Form zweier längerer Artikel in der Zeitschrift “Letter” des SZV erschienen.

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Rückzug vom Sündenfall des kostenlosen Inhalts? Zeitungen setzen vermehrt auf Paywall #chartderwoche

Der Sündenfall

Der Sündenfall (c) Wikimedia

Vor kurzem hatte der Chefredakteur der “Rhein-Zeitung” öffentlichkeitswirksam angekündigt, zukünftig seine Inhalte hinter eine Paywall zu stellen – ein Vorhaben, das bei Thomas Koch, einem versierten Kenner der Branche, auf breite Zustimmung stieß: ” Als einer der ersten Zeitungsmacher unseres Landes hat er Konsequenzen aus dem zweitgrößten Fehler gezogen, den die Zeitungen seit Beginn des digitalen Zeitalters machen konnten: Ihren wertvollen und teuren Content kostenlos ins Netz zu stellen… Die “Rhein-Zeitung” wagt es also, wieder Geld für ihre Dienste zu verlangen. So wie es die Zeitungen Jahrhunderte lang taten. Zumindest bis das Internet aufkam”. Für ihn ist hier auch ganz klar ersichtlich, wie die Zukunft für die Zeitungen im Digitalen aussehen wird: “Der Ausweg, das dürfte den Verlegern inzwischen klar sein, ist die Paywall. So überrascht nicht, dass immer mehr Zeitungen, nach “Bild” zuletzt auch die “Süddeutsche Zeitung”, mit verschiedenen Modellen experimentieren…Der Leser ist selbstverständlich bereit, für hochwertigen und einzigartigen Zeitungs-Content zu zahlen.”

Zwar kritisiert Koch die vielen verschiedenen Paywall-Modelle als unübersichtlich (dazu unten mehr). Aber es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Medien-Industrie ihre Angebote ja nicht mutwillig kostenlos zur Verfügung stellte, weil es irgendeine festgelegte Komponente des Internets ist. Sondern man hat sich damals für ein anderes Geschäftsmodell entschieden, nämlich die Reichweiten-Monetarisierung (auf gut Deutsch: Anzeigengelder). Dumm nur, dass flinkere Player, allen voran Google, diesen Bereich erfolgreich für sich reklamiert haben – dass eine Suchmaschine ohne jedweden journalistischen Content, aber einem genialen Service, jede Edelfeder damit blass aussehen ließ.

Andererseits muss man natürlich zugestehen, dass im historischen Rückblick jeder schlauer ist und ein falsches Pferd sich immer erst nachträglich als solches herausstellt. Nach 20 Jahren jetzt aber das Rad zurückdrehen wollen? Und ist die junge Zielgruppe, verwöhnt von always on und Streaming-Modellen wirklich “selbstverständlich bereit, für hochwertigen und einzigartigen Zeitungs-Content zu zahlen”, wie Koch es formuliert? Da scheint wohl doch der Wunsch Vater des Gedankens zu machen, denn es ist schon fraglich, ob der “Need”-Faktor groß genug ist. Und selbst wenn alle Zeitungen beschließen würden, Paywalls aufzubauen – dieses Modell funktioniert nur, wenn das Kanal- und Nachrichtenmonopol bei ihnen liegen würden. Aber das tun es schon lange nicht mehr.

Hier aber nun die Übersicht des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger zum Thema Paywalls, wie immer schön aufbereitet von statista (auch so ein erfolgreiches Geschäftsmodell, an das vor zehn Jahren kaum jemand gedacht hätte). Wobei “Freemium” noch die sanfteste Mauer ist, hier werden selektiv Artikel nur gegen Bezahlung angeboten, während das “metered Model” einen zeitlich limitierten Zugriff auf das komplette Angebot erlaubt. Nur 6 haben echte Paywalls – und interessanterweise traut dem freiwilligen Zahlen nur eine Zeitung über den Weg, und das ist die Taz. Man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren noch weitere diesem Beispiel folgen werden. Ob mit Erfolg – das sei dahingestellt.

Infografik: 106  deutsche Zeitungen setzen auf Paywall | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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Wenn Verlage zum Buchhändler werden: von psychologiebuch.de bis zur „Penguin Hotline“

Penguin HotlineÜberschneidungen und Vermischungen entlang der Wertschöpfungskette auf dem Weg vom Autor zum Leser hat es in der Branche in der Vergangenheit immer gegeben: es gab Verlage mit angeschlossenen Buchhandlungen und umgekehrt, es gab Druckereien mit angeschlossenen Verlagen (und Buchhandlungen) und umgekehrt – exemplarisch und stellvertretend sei hier nur das Unternehmen Pustet mit seiner wechselvollen Geschichte genannt. In den letzten Jahrzehnten aber hat eine starke Diversifikation aus unterschiedlichsten Gründen begonnen, die jedem Marktteilnehmer seinen klar definierten „Platz“ zuwies, auch durch die physische Präsenz am „Point of Sale“, wie man das heutzutage nennt. Auf gut deutsch: der Buchhändler war einfach näher am Kunden als der Verlag. Im Digitalen ist diese Grenzziehung aber sinnlos, der Buchhändler steht hier für den Leser als „Kontakt- und Kauf-Punkt“ gleichberechtigt neben dem Verlag, einen Mausklick weiter sozusagen. Die logische Folge müsste eigentlich eine Wiederholung der Historie wie oben beschrieben im Internet sein – Verlage werden (teilweise) zu Buchhändlern, Buchhändler (teilweise) zu Verlagen. Weiterlesen →

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Ausgebrannt in Deutschland: Cloud kills Rohling #chartderwoche

streichholzDie Älteren unter uns werden sich vielleicht noch an den ungläubigen Aufschrei erinnern, als die ersten Macs ohne Disketten-Laufwerk ausgeliefert wurden (für die Jüngeren: einfach mal bei Wikipedia nach “Diskette” schauen, wenn ihr diesen damals extrem innovativen Datenträger nicht mehr kennt). Aber meist war diese Rechner-Generation mit einem CD-Laufwerk, oft auch schon einem Brenner ausgestattet. Das damalige, zunächst opulente Speichervolumen reichte aber bald auch nicht mehr, die Digital Versatile Disc musste her. Aber auch diesen Medien drohte bald dasselbe Schicksal wie ihren Vorgängern, der USB-Stick ist inzwischen eher zum nutzlosen Werbe-Incentive geworden, das in Schubladen vor sich hinverkümmert – die Cloud oder cloud-ähnliche Dienste treten mehr und mehr an deren Stelle. Was lernen wir daraus? Eine Fixierung auf ein Medium, mag es vorher auch noch so lange im Einsatz gewesen sein, kann sich schnell als Hemmnis erweisen, wenn sich das Nutzungsumfeld verändert. Und das gedruckte Buch ist am Ende des Tages auch nur dies: ein Speichermedium.

Infografik: Ausgebrannt! | Statista

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Teaserbild: Izozo909

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Single purpose devices fallen Smartphones zum Opfer #chartderwoche

vulture “App-based devices are the Swiss army knives of our generation. They’re simple and offer endless varieties of uses. And for the great majority of consumers, they make the most sense. Web-connected products that run on apps—and these now include smartphones, tablets, laptops, set-top boxes, game consoles and even televisions—are revolutionizing consumer electronics. The functions they perform and the customer experiences they create are constantly evolving in ways that can’t be matched by single-purpose devices.” Soweit Gregor Berkowitz, Berater für Startups und Technologieunternehmen in San Francisco, in einem lesenswerten Streitgespräch mit Dan Saffer, einem Design-Spezialisten, zu den Vor- und Nachteilen von multi- und singlefunktionalen Geräten. Der internationale Hardware-Markt scheint diesen langjährigen Streit jetzt beendet zu haben: auch wenn die technische Qualität der einzelnen Elemente wie Kamera, Musikplayer oder Navigationsfunktion einem dafür spezialisierten Gerät meist unterlegen sind, wenden sich die Käufer den All-in-one-Geräten zu. Nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern weil Smartphones diese einzelnen Funktionen auch maximal miteinander vernetzen – und oft genug ist der “Layer”, das verbindende Element dafür ein soziales Netzwerk und ein Meer an Apps sind.

Infografik: Die Opfer des Smartphone-Booms | Statista

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Teaserbild: Pixabay/Klappe

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Wenn ein Late-Night-Comedian zum Buchhändler wird: Jimmy Kimmel’s Book Club

jimmy kimmelZu Beginn des Neuen Jahrs gab es ja einiges an öffentlichen Wellen, als Facebooks Mark Zuckerberg ankündigte, eine Art öffentlichen Buchclub oder Lesekreis unter dem Namen „A Year of Books“ zu eröffnen. Im selben Kontext kann jetzt auch ein ähnliches Projekt von Jimmy Kimmel gesehen werden – einem zugegebenermaßen hierzulande recht unbekannten Late Night-Moderator. Aber was Bekanntheit angeht muss man die inzwischen 120.000 Views seines ersten Youtube-Videos doch anerkennen.

Dem Bibliophilen hierzulande mag sich wohl auch der Ventriculus umdrehen, wenn er Kimmels Motivation dahinter liest:

„Jimmy has always wanted to be part of a book club, but most books are too long for him. He doesn’t have time to read long novels. So he found a type of book that doesn’t take long to read at all: children’s books. He got a group together and they sat down, cracked open a book and just talked it through.“

Die meisten Bücher sind ihm zu lang? Blasphemie! Aber lassen wir dies einmal beiseite bleibt doch aus (inhaltlich nicht vorbelasteter) Marketing-Sicht die Frage übrig, wer denn inzwischen welche Reichweite zum Leser/Kunden hat? Der Buchhändler um die Ecke oder ein deutscher Jimmy Kimmel? Und das werden sich wohl auch Verlage mittelfristig genauer ansehen. Was passiert, wenn ein Gronkh hergeht und das betuliche Format des literarischen Quartetts aufmischt? Wenn auch in Verlagen das Thema (digitale) Multiplikatoren und Influencer ernsthaft diskutiert wird?

Buchhändler sind natürlich ebenfalls Multiplikatoren, und das schon auch sehr lange – letzten Endes beruht ja ihr Geschäftsmodell darauf. Aber diese Funktion ist an eine lokale Funktion gebunden die für eine Generation „Always on“ vermutlich nur noch eine Nebenrolle spielt.

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Das Comeback der Schallplatte und das Rieplsche Gesetz #chartderwoche

SchallplatteNiemand in festgefahrenen Geschäftsmodellen mag Schwanengesänge. Und viele klammern sich an Headlines wie “xyz lebt!”. Oder an das sogenannte Rieplsche Gesetz, das falsch zitiert ja besagt, daß eine Produktform niemals komplett durch eine andere ersetzt wird. Daran klammert man sich auch gerne in der Musik-Industrie. Diese Debatte dürfte jetzt erst einmal zumindest für das gute alte Vinyl durch eine Studie der RIIA (Recording Industry Association of America) vom Tisch sein. Oder anders formuliert: in kleinen Nischen ist es angenehm warm. Aber auch verdammt eng.

LP Vinyl Sales

Quelle: Recording Industry Association of America (RIAA). All figures in millions, US-based, and inflation-adjusted.

Teaserbild: pixabay/guitng

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Die 3 ???, E-Commerce im Buchhandel und Blogger-Relations: Nachbericht und Slides 16. #MXSW

MXSW StuttgartAm 14.1.2014 traf sich wieder ein munteres Völkchen an Medienmenschen zum Informationsaustausch und Netzwerken in der Schiller Buchhandlung in Stuttgart-Vaihingen. Der Themenbogen war diesmal wieder weit und bunt gespannt: “50 Jahre Schwarzer Kult”, ein tiefer Einblick in die E-Commerce-Aktivitäten einer Buchhandlung, ein Vorschlag zur E-Commerce-Zusammenarbeit von Verlagen und Buchhandlungen und ein Vortrag mit kontroverser Diskussion zum Thema Blogger-Relations. Weiterlesen →

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Traffic-Bringer: Facebook Hui, Twitter Pfui

TwitterWer heutzutage eine Web-Präsenz welcher Art auch immer betreibt, muss sich sehr schnell mit der Frage auseinandersetzen, woher denn all die Zugriffe kommen – um ein Bild zu bekommen, wo sich denn die eigene Zielgruppe so bewegt und wie sich solche Zugriffsquellen vielleicht erhöhen lassen. Unbestreitbar ist, wenn man Webseiten-/E-Commerce-Plattform-Betreibern oder Bloggern befragt, neben dem organischen Traffic über Suchmaschinen (hierzulande in vulgo: Google) der wachsende Traffic über soziale Netzwerke, allen voran Facebook. Shareaholic hat dies für den weltweiten Markt genauer unter die Lupe genommen, mit dem Ergebnis: fast 32% des Traffics kommen über social networks, allein 25% über Facebook. In plain Deutsch: ein Viertel des Traffics kommen über das blaue F aus Menlo Park. Weiterlesen →

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