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Wenn Verlage zum Buchhändler werden: von psychologiebuch.de bis zur „Penguin Hotline“

Penguin HotlineÜberschneidungen und Vermischungen entlang der Wertschöpfungskette auf dem Weg vom Autor zum Leser hat es in der Branche in der Vergangenheit immer gegeben: es gab Verlage mit angeschlossenen Buchhandlungen und umgekehrt, es gab Druckereien mit angeschlossenen Verlagen (und Buchhandlungen) und umgekehrt – exemplarisch und stellvertretend sei hier nur das Unternehmen Pustet mit seiner wechselvollen Geschichte genannt. In den letzten Jahrzehnten aber hat eine starke Diversifikation aus unterschiedlichsten Gründen begonnen, die jedem Marktteilnehmer seinen klar definierten „Platz“ zuwies, auch durch die physische Präsenz am „Point of Sale“, wie man das heutzutage nennt. Auf gut deutsch: der Buchhändler war einfach näher am Kunden als der Verlag. Im Digitalen ist diese Grenzziehung aber sinnlos, der Buchhändler steht hier für den Leser als „Kontakt- und Kauf-Punkt“ gleichberechtigt neben dem Verlag, einen Mausklick weiter sozusagen. Die logische Folge müsste eigentlich eine Wiederholung der Historie wie oben beschrieben im Internet sein – Verlage werden (teilweise) zu Buchhändlern, Buchhändler (teilweise) zu Verlagen. Weiterlesen →

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Ausgebrannt in Deutschland: Cloud kills Rohling #chartderwoche

streichholzDie Älteren unter uns werden sich vielleicht noch an den ungläubigen Aufschrei erinnern, als die ersten Macs ohne Disketten-Laufwerk ausgeliefert wurden (für die Jüngeren: einfach mal bei Wikipedia nach “Diskette” schauen, wenn ihr diesen damals extrem innovativen Datenträger nicht mehr kennt). Aber meist war diese Rechner-Generation mit einem CD-Laufwerk, oft auch schon einem Brenner ausgestattet. Das damalige, zunächst opulente Speichervolumen reichte aber bald auch nicht mehr, die Digital Versatile Disc musste her. Aber auch diesen Medien drohte bald dasselbe Schicksal wie ihren Vorgängern, der USB-Stick ist inzwischen eher zum nutzlosen Werbe-Incentive geworden, das in Schubladen vor sich hinverkümmert – die Cloud oder cloud-ähnliche Dienste treten mehr und mehr an deren Stelle. Was lernen wir daraus? Eine Fixierung auf ein Medium, mag es vorher auch noch so lange im Einsatz gewesen sein, kann sich schnell als Hemmnis erweisen, wenn sich das Nutzungsumfeld verändert. Und das gedruckte Buch ist am Ende des Tages auch nur dies: ein Speichermedium.

Infografik: Ausgebrannt! | Statista

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Teaserbild: Izozo909

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Single purpose devices fallen Smartphones zum Opfer #chartderwoche

vulture “App-based devices are the Swiss army knives of our generation. They’re simple and offer endless varieties of uses. And for the great majority of consumers, they make the most sense. Web-connected products that run on apps—and these now include smartphones, tablets, laptops, set-top boxes, game consoles and even televisions—are revolutionizing consumer electronics. The functions they perform and the customer experiences they create are constantly evolving in ways that can’t be matched by single-purpose devices.” Soweit Gregor Berkowitz, Berater für Startups und Technologieunternehmen in San Francisco, in einem lesenswerten Streitgespräch mit Dan Saffer, einem Design-Spezialisten, zu den Vor- und Nachteilen von multi- und singlefunktionalen Geräten. Der internationale Hardware-Markt scheint diesen langjährigen Streit jetzt beendet zu haben: auch wenn die technische Qualität der einzelnen Elemente wie Kamera, Musikplayer oder Navigationsfunktion einem dafür spezialisierten Gerät meist unterlegen sind, wenden sich die Käufer den All-in-one-Geräten zu. Nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern weil Smartphones diese einzelnen Funktionen auch maximal miteinander vernetzen – und oft genug ist der “Layer”, das verbindende Element dafür ein soziales Netzwerk und ein Meer an Apps sind.

Infografik: Die Opfer des Smartphone-Booms | Statista

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Teaserbild: Pixabay/Klappe

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Wenn ein Late-Night-Comedian zum Buchhändler wird: Jimmy Kimmel’s Book Club

jimmy kimmelZu Beginn des Neuen Jahrs gab es ja einiges an öffentlichen Wellen, als Facebooks Mark Zuckerberg ankündigte, eine Art öffentlichen Buchclub oder Lesekreis unter dem Namen „A Year of Books“ zu eröffnen. Im selben Kontext kann jetzt auch ein ähnliches Projekt von Jimmy Kimmel gesehen werden – einem zugegebenermaßen hierzulande recht unbekannten Late Night-Moderator. Aber was Bekanntheit angeht muss man die inzwischen 120.000 Views seines ersten Youtube-Videos doch anerkennen.

Dem Bibliophilen hierzulande mag sich wohl auch der Ventriculus umdrehen, wenn er Kimmels Motivation dahinter liest:

„Jimmy has always wanted to be part of a book club, but most books are too long for him. He doesn’t have time to read long novels. So he found a type of book that doesn’t take long to read at all: children’s books. He got a group together and they sat down, cracked open a book and just talked it through.“

Die meisten Bücher sind ihm zu lang? Blasphemie! Aber lassen wir dies einmal beiseite bleibt doch aus (inhaltlich nicht vorbelasteter) Marketing-Sicht die Frage übrig, wer denn inzwischen welche Reichweite zum Leser/Kunden hat? Der Buchhändler um die Ecke oder ein deutscher Jimmy Kimmel? Und das werden sich wohl auch Verlage mittelfristig genauer ansehen. Was passiert, wenn ein Gronkh hergeht und das betuliche Format des literarischen Quartetts aufmischt? Wenn auch in Verlagen das Thema (digitale) Multiplikatoren und Influencer ernsthaft diskutiert wird?

Buchhändler sind natürlich ebenfalls Multiplikatoren, und das schon auch sehr lange – letzten Endes beruht ja ihr Geschäftsmodell darauf. Aber diese Funktion ist an eine lokale Funktion gebunden die für eine Generation „Always on“ vermutlich nur noch eine Nebenrolle spielt.

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Das Comeback der Schallplatte und das Rieplsche Gesetz #chartderwoche

SchallplatteNiemand in festgefahrenen Geschäftsmodellen mag Schwanengesänge. Und viele klammern sich an Headlines wie “xyz lebt!”. Oder an das sogenannte Rieplsche Gesetz, das falsch zitiert ja besagt, daß eine Produktform niemals komplett durch eine andere ersetzt wird. Daran klammert man sich auch gerne in der Musik-Industrie. Diese Debatte dürfte jetzt erst einmal zumindest für das gute alte Vinyl durch eine Studie der RIIA (Recording Industry Association of America) vom Tisch sein. Oder anders formuliert: in kleinen Nischen ist es angenehm warm. Aber auch verdammt eng.

LP Vinyl Sales

Quelle: Recording Industry Association of America (RIAA). All figures in millions, US-based, and inflation-adjusted.

Teaserbild: pixabay/guitng

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Die 3 ???, E-Commerce im Buchhandel und Blogger-Relations: Nachbericht und Slides 16. #MXSW

MXSW StuttgartAm 14.1.2014 traf sich wieder ein munteres Völkchen an Medienmenschen zum Informationsaustausch und Netzwerken in der Schiller Buchhandlung in Stuttgart-Vaihingen. Der Themenbogen war diesmal wieder weit und bunt gespannt: “50 Jahre Schwarzer Kult”, ein tiefer Einblick in die E-Commerce-Aktivitäten einer Buchhandlung, ein Vorschlag zur E-Commerce-Zusammenarbeit von Verlagen und Buchhandlungen und ein Vortrag mit kontroverser Diskussion zum Thema Blogger-Relations. Weiterlesen →

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Traffic-Bringer: Facebook Hui, Twitter Pfui

TwitterWer heutzutage eine Web-Präsenz welcher Art auch immer betreibt, muss sich sehr schnell mit der Frage auseinandersetzen, woher denn all die Zugriffe kommen – um ein Bild zu bekommen, wo sich denn die eigene Zielgruppe so bewegt und wie sich solche Zugriffsquellen vielleicht erhöhen lassen. Unbestreitbar ist, wenn man Webseiten-/E-Commerce-Plattform-Betreibern oder Bloggern befragt, neben dem organischen Traffic über Suchmaschinen (hierzulande in vulgo: Google) der wachsende Traffic über soziale Netzwerke, allen voran Facebook. Shareaholic hat dies für den weltweiten Markt genauer unter die Lupe genommen, mit dem Ergebnis: fast 32% des Traffics kommen über social networks, allein 25% über Facebook. In plain Deutsch: ein Viertel des Traffics kommen über das blaue F aus Menlo Park. Weiterlesen →

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Gelingt Apple jetzt endlich der Einstieg in den #ebook Markt?

Iphone als ebook readerWenn in den letzten Jahren die Markt-Verteilung der großen E-Book-Plattformen zur Sprache kam, ging es immer um Amazon, meist als Platzhirsch, daneben waren oft lokale Plattformen zu sehen und gerne an dritter oder vierter Stelle stand das Unternehmen aus Cupertino, in Branchenkreisen wird etwa für Deutschland mit geschätzten 10% Marktanteil argumentiert. Eigentlich verwunderlich, wenn man über digitale Lesegeräte nachdenkt, Tablets und jetzt mit großem Schwung Smartphones, Produkte, für die Apple im Kern ja steht. Gleichzeitig hatte man mit iBooks Author auch noch ein einfaches Publikationstool speziell für auf diese Devices optimierte Inhalte angeboten. Und trotzdem zündete der Funke nicht wirklich. Amazon zog, mit einem eingeschränkten Singe Purposed Device wie dem Kindle, aber auch einer umfassenden Angebots-Ökonomie auf der Überholspur an Apple vorbei. Weiterlesen →

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AGOF-Studie: Mobilnutzer wollen Bücher – nur die Jungen nicht!

lupeDie AGOF, die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung, ist eine gemeinschaftliche Einrichtung der deutschen Online-Vermarkter und –Werbeträger. Primäres Ziel ist es, „Transparenz und Standards in der digitalen Werbeträgerforschung“ zu etablieren, dazu gehören vornehmlich Marktuntersuchungen, Marktforschung. Diese werden denn auch in regelmäßigen Abständen veröffentlicht in Form der „internet facts“ und „mobile facts“ und geben gute Einblicke in das digitale Nutzungsverhalten deutscher User, vor allem aber wird die Frage beleuchtet: „Wonach suchen Nutzer eigentlich?“. Nun ist eine neue Untersuchung erschienen, die sich dem Thema „Mobile Suche“ widmet, mit dem Ergebnis (um den buchreport zu zitieren) „Mobilnutzer wollen Bücher und Apps“. Aber stimmt das so wirklich, wenn man das ganze Feld der digitalen Suche beleuchtet? Weiterlesen →

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Reminder: 16. #MXSW- Medienmenschen-Treffen am 14.1.2015 in Stuttgart

Die Weihnachtsbäume sind abgeschmückt, der Neujahrskater überstanden – Zeit für einen frischen Neustart, Zeit für das jetzt schon 16. #MXSW- Medienmenschen-Treffen am 14.1.2014 um 19.00, mit einem breiten Themen-Mix:

Eines der sicher auch 2015 bestimmenden Themen wird die nicht immer konfliktfreie und oft missverständliche Beziehung zwischen Bloggern und Verlagen sein. Ulrike Rosina wird hier ihre Blogparade “So wünsche ich mir Blogger Relations” auswerten, zusammenfassen und mit Bloggern und Verlagsvertretern diskutieren.

Susanne Martin (Schiller Buchhandlung) und Norbert Retlich (Klett-Cotta) werden sich in einer Diskussion und mit Erfahrungberichten dem Thema Verlags- und Buchhandels-Webshops widmen.

3 FragezeichenSonja Meyer, Marketing Kinder- und Jugendbuch Kosmos Verlag, wird uns einen spannenden Einblick in das Thema “50 Jahre schwarzer Kult – Die drei ??? ermitteln auf allen Kanälen” geben.

Ablauf wie gehabt:
Wir treffen uns um 19 Uhr bei Susanne Martin in der Schiller Buchhandlung in Vaihingen
(Schiller Buchhandlung, Vaihinger Markt 17, D – 70563 Stuttgart)
Etwa ab 21 Uhr gehts dann zum gemütlichen Ausklang in eine Lokalität in der Nähe.

Hier auch noch der Hinweis auf die Facebook-Gruppe

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