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Freiberufler, Selbständige und Autoren als Marke: Mit wenig Aufwand viel erreichen, Reich werden und 10 Kilo in 2 Wochen abnehmen! Teil 3

Ich mag aber nicht den ganzen Tag Katzenbilder posten!

Macht nichts, es zwingt Sie ja auch niemand dazu. Der berühmt-berüchtigte „Cat Content“ steht nur als Synonym dafür, was Menschen im physischen wie digitalen Leben eben gern tun: sich unterhalten und unterhalten werden. Auch mal locker und entspannt, nicht förmlich wie eine Unternehmenspressemeldung. Spielen Sie wieder ihren Vorteil aus, als Einzelperson, als Mensch agieren zu können. Das heißt nicht, dass Sie ihr komplettes Privatleben offenbaren sollten. Das würden Sie nämlich eher früher als später bereuen. Aber äußern Sie ruhig etwas aus Ihrem Berufsalltag – und Sie werden sehen, wie viel Anklang dies findet. Ganz einfach weil sich viele Ihrer Leser in ähnlichen Situationen befinden und gerne darüber reden.
Ach ja, bevor ich es vergesse: Vermeiden Sie nach Möglichkeit, über politische oder religiöse Themen zu posten. Das führt nur zu Ärger. Und ärgern Sie keinen Vegetarier… oder wenn Sie es tun, mit einer gehörigen Portion Witz und Charme, dann können Sie Ihren Hals aus jeder Diskussionsschlinge ziehen.
Butter bei die Fische: Und was soll ich denn jetzt posten?
Zunächst ist es wichtig, ein (neudeutsch) „Mission Statement“ zu haben: wer sind Sie, was genau machen Sie. Und geben Sie sich selbst (im wahrsten Sinne des Wortes) ein Gesicht, arbeiten Sie mit Portraitfotos und auch privaten Details, zum Beispiel mit Ihrem Werdegang. Aber werden Sie nur so weit persönlich, wie Sie es a) selbst wollen und b) es zum „Menscheln“ ausreicht. Sie können gerne etwa über eine Motorrad-Tour berichten – familiäre Details sollten außen vor bleiben. Nehmen wir unseren Malermeister Meier. Er ist in unterschiedlichsten räumlichen Situationen unterwegs, hat unterschiedlichste Anforderungen seitens des Kunden und nutzt unterschiedliche Techniken. Warum nicht darüber erzählen?
Stellen Sie einzelne Projekte vor, erzählen Sie darüber. Das können etwa bei einem Gartenbauer verwilderte Gartenanlagen sein, die er auf Vordermann bringt. Da wird ein Bagger beim Aushub gezeigt. Die Pflanzen, die eingesetzt werden (und warum). Oder der Autor, der über sein neuestes Buchprojekt berichtet. Warum ist gerade dieses Thema eine Herzensangelegenheit? Wie und wo wird recherchiert? Welche anderen Autoren haben Vorbildfunktion? Wie weit ist man, womit tut man sich besonders schwer? Dies alles gibt Anknüpfungs- und Interaktionspunkte für andere Nutzer, die teilhaben, kommentieren, über eigene Erfahrungen berichten. Damit haben Sie den Fisch (der Ihr potentieller Kunde/Leser ist) genau da, wo Sie ihn haben wollen: an der Angel.

Wie oft soll ich posten?
Eine der meistgestellten Fragen, die sehr berechtigt ist. Daraus leitet sich nämlich Ihr eigener Arbeitsaufwand ab. Dummerweise gibt es keine Patentregel. Allerdings lässt sich aus der Erfahrung heraus ein Zusammenhang zwischen Häufigkeit und der Interaktionsrate herstellen. Der Grund ist ganz einfach: Wenn Sie nur einmal die Woche aktiv werden, gehen Sie im „sozialen Grundrauschen“, das Ihre Kunden haben, schlicht unter. Wie wäre es mit einem längeren Blogpost pro Woche und einem Posting etwa auf Facebook pro Tag zu Beginn? Und formulieren Sie keine langen Texte, mit denen Sie sich stundenlang herumquälen. Das liest sowieso niemand. Lassen Sie ruhig mal Bilder sprechen oder teilen Sie interessante Inhalte anderer, die zu Ihrem „Mission Statement“ passen. Sie sollten es aber auch nicht übertreiben – im physischen Leben mag ja auch niemand von Ihnen zu Tode gequasselt werden.

Blog steht, Social Media-Profile stehen, Ich poste brav und regelmäßig – und jetzt?
Stellen Sie sich vor, Sie lernen jemanden kennen, erzählen von sich, von den Dingen, die Sie tun. Ihr Gegenüber wird reagieren, an bestimmten Punkten einhaken, kommentieren, eigene Erfahrungen einbringen. Im Nu optimieren Sie ganz instinktiv Ihr Gespräch auf ihr Gegenüber, betonen gemeinsame Punkte, erzählen Dinge, die Ihr Gegenüber vielleicht interessant finden könnte. Und genauso machen Sie es in Social Media auch. Erst werden Sie aktiv. Dann beobachten Sie die Kommentare und Beiträge dazu – und optimieren daraufhin.
Bei Malermeister Meier kann es zum Beispiel passieren, dass sich viele seiner Leser (Blog oder Social Media) für die Renovierungsprobleme von Altbauten interessieren. Oder das richtige Restaurieren und Lackieren von Holzfenstern. Machen Sie dies zu Ihren Schwerpunkten, geben Sie Tipps und Hilfestellung – das wird honoriert werden, denn man nimmt Sie als hilfsbereiten Experten wahr. Aber vergessen Sie dabei nicht, an bestimmten Punkten auf einen Fachmann zu verweisen, der dasselbe schneller und nachhaltiger erledigen kann. Nämlich Sie. Dann werden mit der Zeit aus Ihren Lesern Kunden, die dann auf denselben Kanälen wiederum Werbung für Sie machen werden.
Ist da draussen jemand?
Eingangs hatte ich beschrieben, dass Ihr fröhliches „Hello World“ keine Antwort nach sich ziehen muss. Schweigen in den Kanälen. Um es abzukürzen: Das ist völlig normal. Wenn Sie etwa ein neues Geschäft eröffnen, passiert Ihnen dasselbe. Vielleicht verirrt sich ab und an ein möglicher Kunde, ansonsten bleibt der Laden her. Und was machen Sie? Sie machen Werbung! Und dieselben Regeln gelten auch für Ihre Aktivitäten in Social Media. Das kann tatsächlich klassische Werbung sein, etwa auf Handzetteln, Visitenkarten etc. Von teuren Anzeigen im Lokalblättchen würde ich aber erst mal absehen. Das kann auch digitale Werbung sein, etwa mit Google AdWords für Ihren Blog oder Facebook Ads für Ihre Fanpage. Hier sollten Sie sich aber von jemandem beraten lassen, der sich gut auskennt, sonst investieren Sie sehr viel Zeit in die Recherche der komplexen Mechanismen.

Ganz grundsätzlich und abschließend aber gilt auch hier der gute alte Rat: Geduld, Geduld, Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden. Das nennt sich „organisches Wachstum“ – die nachhaltigste Methode überhaupt und auch die beste von allen. Ich wünsche Ihnen bei Ihren Maßnahmen jedenfalls viel Erfolg! Und noch etwas: viel Spaß! Das kann Social Media so nebenbei nämlich auch machen…

Bildquelle: Flickr DonkeyHotey
Google

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“Youtube und SEO” von Hannes Schleeh
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6 Kommentare

  1. In Anbetracht der Tatsache, dass es acht Millionen Katzenbesitzer in Deutschland gibt (damit ist die Katze noch vor dem Hund das beliebteste Haustier Deutschlands), ist es vielleicht gar keine blöde Idee, den ganzen Tag Cat Content zu posten – wenn man Katzen mag. Schönes Beispiel: http://www.lieblingskatze.net Die Frau mag Katzen, und das merkt man auch.

    • Korrekt. Zum einen steht Cat-Content hier synonym – ich entschuldige mich natürlich bei allen Katzenfreunden 😉
      Und es ist sicher keine blöde Idee, den ganzen Tag solchen Content zu posten – WENN man Katzen als Thema hat.

        • Das hängt auch hier immer vom Thema und der Art, wie man schreibt, ab. Wer polarisiert, regt natürlich mehr zum Diskurs an (der dann auch mal zum Shitstorm mutieren kann). Aber das kann einem eigentlich überall passieren, vom Heimtierfreund bis zum missionarischen Veganer…

  2. Ich mag aber nicht sozialisieren.
    was nützt es mir, jeden Tag ein aufwendiges, originelles Posting zu erstellen, wenn es nur von Leuten gelesen wird, die a) nichts kaufen oder b) sowieso kaufen
    Was habe ich dadurch gewonnen? Nichts.
    Ich habe zufällig über 1 Mio. Ebooks an den Mann gebracht und laut Lehrbuchmeinung müsste ich wahrscheinlich total unerfolgreich sein.
    Und mal ehrlich, wenn Du ein Schnitzel kaufen gehst, interessiert dich dann das Leben des Fleischers?

    • Es besteht ja kein Zwang zur Sozialisierung 😉

      Aber genau letzteres Punkt (Schnitzel-Metzger) finde ich da entscheidend. Nein, ich interessiere mich idR NICHT für das Leben meines Metzgers. Aber in Zeiten völliger Preis-Transparenz, halbwegs bewußtem Einkaufsverhalten bei gleichzeitiger permanenter Verfügbarkeit von so ziemlich Allem spielt die „Marke“ (wie sympathisch und authentisch ist der Metzger) auf jeden Fall eine immer wichtigere Rolle. Da ist vieles im übrigen alles gar nicht so neu – nur die Kanäle.

      Denn Sozialisieren heisst für mich auch, wie kundenorientiert, höflich und beratungsfreudig er ist, der Metzger.

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